IZ3W: Massaker, aber kein Genozid

Dienstag, 04. Januar 2011 von rapha

Eine ganz gute Einordnung der Veröffentlichung des UN mapping reports in die politische Gemengelage. Wichtig vor allem die Rolle der Franzosen und den Wechsel der Strategie. Auch interessant: Warum es politisch schwierig ist von einem Völkermord im Osten Kongos zu sprechen. Lesenswert.

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FAZ: Zeit der Vergebung

Sonntag, 02. Januar 2011 von rapha

Zwei ruandische Männer die eine gemeinsame Geschichte verbindet sprechen darüber und erzählen von ihrem Erlebten und Gefühlten.

16 Jahre nach dem Völkermord sei die “Zeit der Versöhnung” erzählt Andrea Jeska.

Ein schon ein paar Wochen alter Artikel, der dadurch aber nicht weniger gut wird.

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Kein zweierlei Maß

Mittwoch, 01. September 2010 von rapha

In den letzten Tagen ist ein vorläufiger Bericht der Vereinten Nationen an die Presse durchgesickert, der sich mit den Vorkommnissen während der beiden Kongo-Kriege in den 1990er Jahren beschäftigt. Darin werden auch der ruandischen Armee Kriegsverbrechen unterstellt. Schlimmer wiegt aber der Vorwurf, die ruandische Armee hätte zielgerichtet ruandisch-stämmige und kongolesische Hutu getötet, auch Frauen, Kinder und Alte. Der Bericht beschreibt, dass diese Taten, sollten sie von einem ordentlichen Gericht bestätigt werden, als Völkermord angesehen werden können.

Die ruandische Regierung drohte mit dem Abzug ruandischer VN Soldaten aus dem sudanesischen Darfur, wo sie an einer Friedensmission teilnehmen, falls der Vorwurf gegenüber der ruandischen Armee auch in der Endfassung des Berichts enthalten sein sollte.

Für die VN, die dem Völkermord in Ruanda 1994 untätig zusahen, verbiete es sich, gerade der Armee, die den Völkermord beendete, solche Taten zu unterstellen.

Die Völkergemeinschaft darf dieser Forderung nicht nachgeben, denn sie zeigt, dass Ruanda grundlegende Ideen der Vereinten Nationen nicht verstanden hat.

Ein Kommentar.
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FAZ: UN-Bericht erhebt schwere Vorwürfe gegen Ruanda

Freitag, 27. August 2010 von rapha

@Schimmelkolonie hat mich gerade noch darauf hingewiesen, dass es über die Vorwürfe des UN Berichts gegenüber Ruanda auch einen deutschsprachigen Artikel in der Frankfurter Allgemeinen gibt.

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Congo Siasa: UN mapping report leaked: Crime of genocide against Hutu center of controversy

Freitag, 27. August 2010 von rapha

Harter Tobak welcher da Jason Stearns, dem Macher von Congo Siasa, vorliegt. Dies ist ein unveröffentlicher UN Report über die Vorkommnisse im Ost-Kongo zwischen 1993 und 2003. Darin wird über Kriegsverbrechen berichtet, welche die ruandische Armee und der AFDL, welche von Laurent Kabila geführt worden war, verübt haben soll. Außerdem werden ihnen Verbrechen an Hutu Flüchtlingen und congolesischen Hutu vorgeworfen, die den Tatbestand des Völkermords erfüllen könnten.

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Die ruandische Regierung hat den Bericht zurückgewiesen und die darin gemachten Aussagen scharf kritisiert.

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Genozid Remembrance Day – Gedanken und die Presse

Mittwoch, 07. April 2010 von rapha

Jedes Jahr ab dem 07. April wird in Ruanda für eine Woche den Opfern des Genozids von 1994 gedacht. Zum 16. Jahrestag finden dabei Gedenkmärsche und Veranstaltungen statt.

Es war das einschneidende Erlebnis in der ruandischen Geschichte und ist bis heute das Damoklesschwert welches über allem schwebt. Für die Ruander stellt der Genozid ein Angstgebilde dar und bestimmt maßgeblich ihr Verhalten. Es ist die Karte die, wenn sie gespielt wird, keine weitere Diskussion zulässt. Kritik und eigene Meinung werden damit unmöglich. Niemand will sich unterstellen lassen, dass in irgendeiner Weise zu verharmlosen oder auch nur ein Hauch von Verständnis dafür zu empfinden wie hier vor 16 Jahre systematisch 800.000 Menschen regelrecht geschlachtet wurden.

Solange dies jedoch als finales Argument benutzt wird, kann eine echte Aufarbeitung nicht stattfinden. (weiterlesen …)

BBC: Rwanda opposition politician jailed for genocide

Sonntag, 28. März 2010 von rapha

Jetzt also doch: Nachdem er es lange abstritt ist Joseph Ntawangundi, der Weggefährte der Oppositionskandidatin Victoire Ingabire, für seine Teilnahme am Genozid 1994 verurteilt worden.

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Democracy Watch Rwanda 2010: Dear International Community who support peace in Rwanda

Donnerstag, 25. März 2010 von rapha

Da ist der Frau Thomson ein bisschen der Kragen geplatzt.  Sie beschuldigt Präsident Kagame die gleichen Dinge zu tun wie das Habyarimana Regime vor dem Genozid. Einige Vorwürfe kann ich so teilen, würde sie aber nie in einem solchen harten Ton formulieren. Aber lest selbst:

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Rwandinfo: Angry Paul Kagame Says Criticism of Rwandan Genocide Law is “nonsense”

Montag, 08. März 2010 von rapha

Ein Blogartikel der zur Zeit recht aktiven Seite Rwandinfo, von der ich noch nicht so genau weiß wo ich sie politisch ansiedeln soll.

Dieser Artiel spricht über eine Pressekonferenz von Prasident Kagame in welcher er die Kritik am Gesetz zur “Genozid Idiologie” scharf zurück weißt.

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Bilder

Dienstag, 23. Juni 2009 von rapha

img_0338Wenn ich hier spazieren gehe, treffe ich oft Menschen die gerade auf dem Weg zum Feld sind oder von dort zurückkommen. Oft haben sie dann eine Machete in der Hand. Die Machete ist hier das Allzweckwerkzeug. Damit wird Holz gehackt, Bananenbäume gestutzt oder auch Gras geschnitten. Jedes Mal wenn ich einen Mann mit einer Machete sehe kommen bei mir aber auch andere Bilder hoch. Hauptsächlich mit diesem Werkzeug sind die Menschen 1994 regelrecht geschlachtet worden. Bei mir im Kopf ist das immer noch so, dass ich es nicht fassen kann. Jemanden mit einer Machete zu töten heißt, zu sehen wie er verblutet. Verglichen mit einer Pistole, bei welcher man ein ganzes Stück weg sein kann, oder etwa mit Gas, welches man nicht sieht und welches keine offenen Wunden hinterlässt. Was muss ein Mensch fühlen, damit er so etwas tun kann? Und was fühlt er wenn er es tut? Wie kann man nur jedes Menschlichkeitsgefühl verlieren? Wie kann man sein Opfer dann noch vergewaltigen? Das sind Fragen die glaube ich niemand beantworten kann. (weiterlesen …)

 

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