Zwei Mal in Jahr Frühling

Montag, 27. September 2010 von rapha

Seit vier Wochen hat die Regenzeit Ruanda im Griff. Fast jeden Tag regnet es, mal mehr, mal weniger ausgiebig. Die staubigen Hügel und Straßen die ich bei meiner Rückkehr aus Deutschland noch vorgefunden habe, sind saftigen Wiesen und klarer Luft gewichen. Von der Temperatur her gibt es wenig Unterschied in den ruandischen Jahreszeiten. Was sich ändert ist lediglich die Menge des Niederschlages.

Jedoch haben es diese in sich. Während es in den Monaten Mai bis August überhaupt nicht geregnet hatte, gibt es nun bei einem Regenguss Wasser im Überfluss. Das sieht man vor allem an der Vegetation.

Der Rasen meines Gartens war am Ende der Trockenzeit grau bis braun. Die dicken Grashalme sahen tod und vertrocknet aus. Nach nur wenigen Wochen strahlt nun alles in saftigem Grün.

Ein weiterer schöner Vorteil ist, dass die Regenzeit die Luft klarer gemacht hat. Es ist nun wieder Möglich bis zum nächsten Hügel zu sehen. Diese Sicht war durch den Staub und die Abgase vorher eher trüb.

Zusätzlich bietet der Himmel nun schöne Bilder. Aufziehende Starkregen und an den Wolken reflektierte Sonnenuntergänge bieten Naturschauspiele der besonderen Art.

Für alle die sich nun an den deutschen Herbst, mit seinen kürzeren Tagen und feuchten Landschaften gewöhnen müssen sei nochmal gesagt, dass wir hier täglich zwischen 25 und 32 Grad haben. Zurzeit ein bisschen Wind und abends trotzdem frisch. Genau das richtige was man gebrauchen kann um  das Wetter als Ressource für neue Energie zu benutzen.

 

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