„Ich habe eine liebe Freundin die bald in Kigali ist und sie hat angeboten, dass ihr euch gerne treffen könnt“ – mit diesem Satz von meiner Schwester fing es an.

Über Emailkontakt  mit Saskia, die ich auch noch nicht kannte, bekam ich dann meine Unterkunft bei Rapha. Der Emailverkehr ging weiter und nachdem mein Chef sein okay gegeben hatte, habe ich mich dann auch beim Rapha angemeldet und vorgestellt.

Am Mittwoch dem 20. Oktober ging meine Reise morgens in Kampala los. Nach einem geplatzten Reifen, kaputten Hebewerkzeug und einer scheinbar endlosen Kontrolle jedes Gepäckstückes auf Plastikbeutel bin ich abends in Kigali angekommen.

Vom Bus aus hieß es ab ins Taxi und zum Novotel wo ich dann das erste Mal Rapha getroffen habe. Da es ja leider kein Straßennamen-, Hausnummernsystem wie in Deutschland gibt,  braucht man halt einen Treffpunkt den die Taxifahrer kennen.  Endlich angekommen bei Rapha war ich erstmal völlig begeistert, sowohl vom Haus und als auch vom Käse der auf dem Tisch stand. Ihr müsst wissen, dass ich seid September in Ugander einen freiwilligen Dienst mache und leider nicht ganz so luxuriös wie Rapha wohne. Nachdem dann schnell geklärt war das ich ein wenig verfressen bin wurde erst einmal die Bekanntschaftskette aufgestellt „Und woher kennen wir uns jetzt?“  Ina –> Nora –> Saskia –> Rapha; This is Afrika! (weiterlesen …)

Mal wieder draußen

Freitag, 10. September 2010 von rapha

Kigali hat eine Eigenschaft die einem das Leben als Kigali-Sider schwer macht. Kigali lässt einen nicht gehen. Ständig ist irgendwas los in Kigali, immer denkt man etwas zu verpassen in der einzigen als solche zu bezeichnenden Stadt in Ruanda. Hinzu kommen andere Vorzüge: Einfach mal ein Wochenende lang auf der Terrasse oder im Garten rumliegen, Cappuccino trinken oder auch mal ein Bier. Seit ich aus Deutschland zurück bin habe ich deswegen Kigali nur kurz für eine Abschiedsparty in Butare verlassen.

Letztes Wochenende, wegen der Präsidentenvereidigung ein langes, hat es nun endlich mal wieder geklappt. Zwar nur zwei Tage und damit eine Nacht, aber immerhin.
Zusammen mit Henrik, Jakob und Manfred ging es nach Nkumba und Gisenyi. (weiterlesen …)

Von Nkumba nach Kigali in kleinen Schritten

Dienstag, 20. April 2010 von rapha

Die letzten Wochen war mein Leben ein bisschen zerrissen. Zum einen habe ich in Nkumba an der Schule gearbeitet, zum anderen schon bei der GTZ. Ich hatte immer noch mein Haus in Nkumba, aber auch schon mein Haus in Kigali. Das war manchmal gar nicht so einfach, denn egal wo ich war, irgendetwas was ich gebraucht habe war grad im anderen Haus.
Schwer war das ganze auch für mein Sozialleben. In Nkumba war ich immer nur zwei oder drei Tage. Da war es nicht einfach, auch mal länger mit meinen Nachbarn zu sprechen.
Dieser Umstand hat sich jetzt zum Glück aufgelöst. Vor drei Wochen habe ich das Auto eines Freundes geliehen und bin mit Flo zusammen aus Nkumba ausgezogen. Über Ostern war ich mit Anne, Flo und Claudio noch mal dort und letztes Wochenende habe ich das Haus dann endgültig an meine Nachfolgerin Jacqueline übergeben.

Das sind quasi die letzten Nkumba Geschichten. Zumindest die letzten Geschichten in welchen ich von „meinem“ Haus in Nkumba erzählen kann. (weiterlesen …)

Die letzte Fahrt nach Nkumba

Montag, 05. April 2010 von rapha

Ich hab auch Spaß!

Mittwoch, 24. März 2010 von rapha

Ich habe gerade meine letzten Einträge ein bisschen überflogen und kam drauf, dass es so wirken muss, als ob ich mir grad nur tief greifende Gedanken über Gott und die Welt mache und als Gutmensch USB Sticks verschenke.

Das ist natürlich nur die halbe Wahrheit. Ich genieße auch das Leben und bin zurzeit damit gesegnet viele nette Menschen zu Besuch zu haben. Auch davon will ich berichten und deshalb hier eine kleine Zusammenfassung über die Ereignisse der letzen Wochen.

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Party auf dem Land – Deutschland trifft Ruanda

Donnerstag, 12. November 2009 von rapha

img_2419Letztes Wochenende war es dann soweit: Zum ersten Mal in meiner Zeit in Nkumba hatte ich viele Leute eingeladen. Grund dafür war die „7 Tage vor Geburtstag, 34 Tage nach Namenstag und 27 Tage vor Halbzeit-Party“. (Vielleicht wäre eine Geburtstagsparty am 14. November einfacher gewesen, aber der Termin hat nicht gepasst.)

Ich hatte alle Auswärtigen für das ganze Wochenende eingeladen. So war die Entscheidung zu kommen einfacher und außerdem musste ich nicht die ganze Party alleine vorbereiten. Zusammen mit dem Partykomitee Klara und Florian aus Ruhengeri haben wir in den Wochen vorher einen Plan gemacht, was wir brauchen und vor allem wie viel. Da kommt ganz schön was zusammen, da wir alles von außerhalb in ausreichende Menge kaufen mussten. Am Samstagabend noch schnell zur Tanke gehen und Bier nachkaufen geht ja nicht.
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Tag 50

Dienstag, 21. Juli 2009 von rapha

img_0574Mittlerweile bin ich seit 50 Tagen aus Deutschland weg und arbeite hier in Ruanda. Ich bin in mein Haus eingezogen, habe die ersten paar Wochen unterrichtet, habe viele Leute kennen gelernt, bin viel Bus gefahren, habe meine erste Leerlaufphase hinter mir, habe Routine im Kochen und Wäsche waschen. Außerdem habe ich durch das erste Paket und die ersten Postkarten schriftlichen Kontakt zur Heimat. Das ist mal wieder ein guter Punkt zu schauen wie es mir so geht und wie sich die Dinge so entwickeln.

Seit 2 Wochen hab ich nun frei. Ende letzter Woche war noch die Zeugnisübergabe, zumindest geplant. Das Problem war, dass die Schüler nicht wollten, dass vor der ganzen Schule verkündet wird wer wie gut abgeschnitten hat in diesem Trimester. Ich habe mit den anderen Lehrern gewartet, aber die Schüler kamen nicht. Normalerweise finden die Zeugnisübergaben in den Klassen statt, die Priester haben das aber am Tag zuvor geändert. Also 2 Stunden warten, die Priester wollten nicht nachgeben, die Schüler nicht zur Zeremonie kommen. Mich hat das überrascht, da die Ruander normalerweise sehr genau auf die Autoritäten hören. Ich hab ihre Position jedoch auch verstanden. img_0553Das Ende vom Lied war, dass die Schüler keine Zeugnisse bekommen haben und diese erst überreicht werden, wenn die Eltern der Schüler (!) erklären, warum die Schüler nicht an dieser Zeremonie teilnehmen wollten. Die Priester haben mir auch gesagt, dass diese Verweigerung der Schüler dafür sorgen wird, dass manche der Schüler, wie sie meinten die Aufrührer, die Schule verlassen müssen. „Wir sind doch keine öffentliche Schule sondern eine Privatschule. Hier haben die Kinder zu gehorchen“, war die Aussage dazu. Ich bin gespannt wie das weiter geht. Ich nehme aber an, dass sich die Priester sich durchsetzen werden, ein paar Schüler von der Schule geworfen werden und sich die Anderen ganz unterwürfig entschuldigen werden. (weiterlesen …)

 

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