Kurz gemeldet (6)

Dienstag, 20. Juli 2010 von rapha

Präsidentschaftswahlkampf
Heute geht er also los der Präsidentschaftswahlkampf. Man sieht die Anhänger des Präsidenten überall auf den Straßen mit ihren t-Shirts und Plakaten. Ganz Busladungen wurden ins Stadion gekarrt um den Wahlkampfauftritt ihres Kandidaten zu bejubeln. Von den anderen drei Kandidaten habe ich heute, als ich durch die Stadt gefahren bin sehr wenig gesehen. In 20 Tagen ist dann die Wahl. Hier mal ein paar Schnappschüsse von der Straße.


Carla, Susanne und Wolfram zu Besuch

Das letzte Wochenende verbrachte ich ganz entspannt mit Carla, eine Freundin aus Kigali und ihren Eltern bei mir zu Hause. Wolfram kenn ich schon länger als Carla über Twitter und Susanne kennt meinen Blog fast auswendig. Wir haben viel zusammen gekocht, geschwätzt und gelacht. Ein sehr entspanntes Wochenende als, dass ich sehr genossen habe. Vielen Dank dafür. Wolfram hat übrigends sehr schöne Photos gemacht, die ich euch nicht vorenthalten möchte und deshalb eine Galerie erstellt habe.

WG wieder komplett

Nachdem ja Eveline zurück in die Niederlande gegangen ist, wohnt seit einem Monat Anny bei mir. Anny arbeitet das nächste Jahr bei der KFW hier in Ruanda. Seit letztem Wochenende sind wir mit Ina wieder komplett. Ina wird beim Biogas Projekt der GTZ ein Praktikum machen. Mit beiden wird das glaube ich eine sehr gute Zeit werden.

Heimaturlaub
Worauf ich mich gerade ganz besonders freue, ist, dass ich morgen nach Deutschland fliegen werde. Zum einen hab ich mir ein bisschen Urlaub verdient, zum anderen werde ich in Berlin ein Abschlussseminar für den Weltwärtsdienst besuchen um die Sache dann endgültig formal abzuschließen. Ich freue mich vor allem meine Familie mal wieder komplett zu sehen und ein bisschen vom Sommer zu genießen. Ich werde die meiste Zeit am Bodensee sein, aber auch nach Köln, Berlin, Zürich und Heidelberg kommen. Wer Lust hat mich zu sehen oder mit mir ein kühles Radler zu trinken, soll sich bitte melden. All zu viel Zeit habe ich nicht, am 14. August fliege ich schon wieder zurück.

Kurz gemeldet (5)

Mittwoch, 03. Februar 2010 von rapha

Als ich gerade nach den Themen für dieses „kurz gemeldet“ gesammelt hab, kam ich darauf, dass es alles Dinge von anderen Personen sind. Jedoch hat alles auch etwas mit mir zu tun, deshalb will ich es euch nicht vorenthalten.

Photos von Daniel Online
Nachdem meine Kamera immer noch in der Reparatur, zumindest aber in Deutschland, ist, war es schwer für mich schöne neue Photos zu machen. Sehr gut, wenn dann ein versierter Photograph mit gutem Equipment, wie es Daniel einer ist, vorbei kommt. Zusammen mit Julia und ihm habe ich im Dezember unternommen. Zusammen haben wir Weihnachten gefeiert, den Mount Karisimbi bestiegen und vieles mehr erlebt. Dazu sind nun die beiden Photoalben Weihnachten in Ruanda und Karisimbi-Besteigung in der Galerie online. Die anderen Photos ihres Aufenthalts findet ihr hier.

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Linus´ Radiointerview
Die Frage der Pressefreiheit und der Information der Bevölkerung ist für mich hier schon immer ein wichtiger Punkt. Mein Freund Linus, der einen Freiwilligendienst im Rahmen des Programms Kulturweit macht, hat dazu eine Radioreportage gemacht. Im Mittelpunkt steht das Studentenradio Radio Salus aus Butare, deren Journalistenausbildung und natürlich auch die Wichtigkeit des Radios als Informationsquelle in Ruanda. Den Artikel dazu findet ihr auf Linus´ Blog, den Radiobeitrag könnt ihr hier als .mp3 herunterladen.

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Dominiks Bananenexperiment
Fußballverrückt, hartes Erasmusstudium in Paris und trotzdem noch Zeit zu kochen? Ja, das ist Dominik. Er hat versucht mir bei der Beantwortung meiner forschungsleitenden Fragestellung: „Sind Bananen die besseren Kartoffeln“ zu helfen. Richtig, aber trotzdem mutig finde ich dabei, dass er sich auch ein Urteil darüber erlaubt hat. Aus der Not gebohren, aber wohl trotzdem zum Gaumenschmaus geworden: „Sind Bananen die besseren Kartoffeln Folge 8“. Wichtiger Hinweiß: Liebe Kinder. Bitte macht es dem Dominik nicht nach und esst die Bananen ungekocht. Das würdet ihr mit Kartoffeln doch auch nicht machen, oder?

Ich bin noch da

Freitag, 08. Januar 2010 von rapha

Zurzeit ist es ein wenig leise hier. Zumindest das was ihr von mir hört. Das hat aber nichts damit zu tun, dass hier nichts passiert, sondern vor allem damit, dass hier so viel passiert.

Am 13. Dezember bin ich aus dem Urlaub zurückgekommen und habe seit dem Besuch aus Deutschland. Von 15. Dezember bis 02. Januar waren Daniel und Julia bei mir zu Besuch. Wir haben den Computerraum repariert und mit anderen Freunden hier zusammen Weihnachten gefeiert.

Ab dem 29. Dezember kamen dann noch Birgit und Klaus dazu. Zusammen haben wir am Kivu-See Silvester gefeiert. Nachdem Daniel und Julia wieder im Flieger saßen habe ich mit den anderen begonnen Ruanda zu erkunden. Nach ein paar Tagen in Kigali und einem kleinen Abstecher der beiden in den Akagera Nationalpark sind wir nun in Butare abgekommen. Morgen gehen wir in den Nyungwe Nationalpark um dann noch Cyangugu, ganz im Süd-Westen und damit am Südufer des Kivu-Sees, anzuschauen.

Am 15. Januar morgens um 3 Uhr fliegen die beiden wieder nach Hause. Dann gibt es auch wieder ausführliche Berichte. Bis dahin müsst ihr euch mit kleinen Wasserstandsmeldungen und den Gastblog-Berichten der vier vergnügen, die ja an anderen Stellen schon nachdrücklich gefordert werden.

Kurz gemeldet (4)

Sonntag, 18. Oktober 2009 von rapha

img_1469Wahlparty und Tag der deutschen Einheit
Vor mittlerweile drei Wochen war ich bei einer Wahlparty der Deutschen Welle eingeladen. Ich bin da zusammen mit Linus hingefahren. Insgesamt waren so 100 Leute da. Das Gelände der Deutschen Welle ist unglaublich groß und besteht aus einer Relais-Station mit welcher das Programm in ganz Afrika, aber auch in Teilen von Südamerika und Asien übertragen wird. Die Stimmung dort war die einer entspannten Gartenparty. Zu Beginn hat der deutsche Botschafter ein paar Worte gesprochen, bevor es bei selbstgemachten Salaten und Bratwürstchen zur ersten Projektion um 18 Uhr ging. Den Ausgang der Wahl selber fand ich sehr interessant. Ich hätte nach den letzten Umfragen nicht gedacht, dass es für Schwarz-Gelb reicht. Aber jetzt sollen die halt versuchen das die nächsten fünf Jahre gut hinzubekommen. Ein paar Bilder von der Party gibt’s hier.
img_1573Die Woche darauf war dann Tag der Deutschen Einheit. Dabei läd traditionell der Botschafter alle Deutschen im Land, sowie einige Ruander und wichtige andere Ausländer ein. Aus der Politik kam die ruandische Außenministerin, die auch eine Rede gehalten hatte. Nach dem offiziellen Teil gab es leckere Häppchen und auch ein wenig Tanz. Wir haben irgendwann die Party in eine Disko verlegt. Der einzige Wermutstropfen an diesem Abend war, dass ich mir dort mein Handy klauen lassen habe. Es gibt aber wohl die Möglichkeit, dass der lokale Telephonanbieter MTN das Handy irgendwie orten kann.

img_1671Besuch von Karin und Fidel
An dem Wochenende kamen auch Karin und Fidel bei mir zu besuch. Insgesamt sind sie dreieinhalb Wochen in Ruanda und Uganda unterwegs. Sie sind nach Entebbe geflogen um dann mit dem Bus nach Kigali zu kommen. Leider hat Fidel sein Gepäck nicht bekommen und musste ohne selbiges auskommen. Wir haben ihn also auf dem Kleidermarkt in Kigali mit neuen Sachen versorgt. Danach sind wir nach Nkumba gefahren. Dort haben wir die Gegend zu Fuß erkundet. Wir waren auch einen Tag an den Vulkanen wandern. Gestern sind die beiden dann wieder zurück nach Kigali gefahren um noch eine Woche in Uganda zu verbringen. Dort können sie dann auch endlich Fidels Gepäck abholen. Bilder von dem Besuch gibt’s hier.

img_1678Photoprojekt
Vor drei Wochen habe ich erfahren, dass die GTZ in Ruanda einen Photowettbewerb für Schule und einen für andere Teilnehmer ausgeschrieben hat. Zu gewinnen gibt es relativ hohe Geldpreise und auch Digitalkameras für die Schulen. Ich hoffe, dass wir da ein bisschen was gewinnen, um Geld für das Bibliotheksprojekt zu haben. Das Thema des Wettbewerbs ist Leben und Arbeiten in Ruanda. Die fünf Schüler die von unserer Schule mitmachen haben als für eine Woche eine Digitalkamera gestellt bekommen und damit Bilder gemacht. Fidel hat mir sehr bei der Begleitung der Schüler geholfen. Wir ihr in meinem letzten Bericht schon sehen konntet, macht Fidel super Bilder und hat ein Blick für Motive. Einige meiner Photos sehr ihr in der Galerie. Die Bilder sind mittlerweile abgegeben und ich hoffe darauf, dass wir da was gewinnen. Für die Schüler war es allemal eine gute Möglichkeit zu lernen wie man photographiert und Spaß hatten sie dabei auch.

Jetzt bin ich gerade in Gisenyi am Kivu-See. Wir haben hier das erste Zwischenseminar vom DED mit den Freiwilligen mit denen ich auch schon vor drei Monaten das Einführungsseminar gemacht habe. Leider ist das Wetter ein wenig zu kalt um Schwimmen zu gehen, aber den Cappuchino im Serena Hotel habe ich schon hinter mir.

Kurz gemeldet (3)

Dienstag, 15. September 2009 von rapha

img_1069Sandro zu Besuch
Nachdem meine Mutter wieder nach Hause geflogen ist war mein Pfarrer Alexander aus Deutschland zu Besuch. Er hat Freunde in Kigali besucht und hatte zwei Tage Zeit um mich hier in Nkumba zu besuchen. Allein schon die Fahrt hier her war aufregend. Beim Stopp auf halber Strecke sahen wir Affen die Alexander gleich mal photographiert hat. Als Belohnung hat mich einer davon angefallen und mir einen Kratzer am Oberschenkel verpasst. Zu Hause haben wir dann zusammen gekocht und uns bei einem Glas Rotwein gut unterhalten. Auch auf seine Rückmeldung hin habe ich das Informationsprojekt angestoßen. Wir haben zusammen die Bibliothek besichtigt und eben diese im anderen Artikel beschriebenen Bücher gefunden. Alexander, der mit ruandischem Namen übrigens Habimana Sandro heißt, hat am Morgen hier dann die Schulmesse konzelebriert und die Schüler waren sehr überrascht wie der Pfarrer aus Deutschland plötzlich auf Kinyarwanda das Hochgebet gesprochen hat. Es hat mir sehr gut getan Alexander zu sehen und mit ihm zu sprechen. Vielen Dank für den Besuch Sandro.

img_1137Besuch aus Butare / St. Jean Fest
Schon am Wochenende drauf kamen dann Lilli und Hendrick, eine Freiwillige und ein Famulant aus Butare, zu Besuch. An jenem Samstag fand hier auch der Namenstag der Schule statt. Das bedeutet es gab ein großes Schulfest mit langem offiziellen Teil voller Ansprachen, Danksagungen und Ehrungen. Dabei war alles hier was in der Diözese Rang und Namen hat: Natürlich der Bischof, der Leiter der kath. Uni INES in Ruhengeri, mein Mentor Fabien, ziemlich viele andere Priester und Ehemalige der Schule. Dazu war noch der Distriktgouvaneur da. Hendrick, Lilli und ich saßen wohlgekleidet auf der Ehrentribüne. Völlig überrascht und sehr geehrt war ich, als ich in mehreren der Ansprachen lobend erwähnt wurde. Besonders nahe ging mir, als der Schülersprecher, extra auf Englisch, noch mal betont hat wie schön es er und die anderen Schüler finden dass ich da bin.
img_1181Zwischen den ganzen Ansprachen gab es immer mal wieder ein Lied. Eines davon habe ich mit meinen Schülern gesungen. Im Programmheft stand: „Song by Breyer and his Team.“ Ich würde es eher „rapha na inyuti“ nennen, „rapha and friends“ eben. Videos und Bilder von dem Tag gibt’s in der Galerie.
Abends haben wir dann zusammen Photoexperimente gemacht. Ich bin immer wieder überrascht was meine Kamera so alles kann, vor allem wenn man sie richtig bedient.
Am Sonntag ist Lilli wieder nach Butare gefahren, Hendrick blieb noch bis Montag. Am Sonntagabend hatten Hendrick und ich eines der sehr schönen Gespräche über alles und nichts, über Gott und die Welt, über Männer und Frauen, über Berufe und Politik. Das hat mir sehr gut getan, auch wenn wir dabei wieder mal viel zu viel geraucht haben. Am nächsten Morgen sind zusammen an den Lac Ruhondo gelaufen und haben uns dort ein Boot besorgt. Auch hier sind schöne Bilder entstanden. Es war ein sehr volles Wochenende, das sich aber auf jeden Fall gelohnt hat. Ich freue mich immer wenn Menschen sich nach Nkumba verirren, bei denen beiden war die Freude aber extrem groß.

img_1364Hairstyling und Photoshoot
Nachdem ich für mein neues Projekt nach Kigali musste und eigentlich eine andere Freiwillige namens Deborah besuchen wollte, war ich das letzte Wochenende wieder mal unterwegs. Nachdem Deborah allerdings nun nicht mehr bei ihrem Projekt in Mugonero ist, einem Kinderheim oberhalb des Kivusees, sondern nach Kigali gewechselt hat bin ich eben kurz entschlossen nach Butare gefahren. Dort haben wir ein richtig entspanntes Wochenende verbracht. Ein Film am Freitagabend (Leg dich nicht mit Zohan an [kann man sich wirklich sparen, selten so einen bescheuerten Film gesehen. Anm.d. Redaktion]), Samstag ewig Frühstücken und danach einfach weiter auf dem Balkon gammeln. Roxana und ich hatten dann die tolle Idee unsere Haare zu stylen und einfach mal einen Iro zu machem. Also Haargel und Spray raus und los kanns gehen. Wir haben das dann gleich genutzt um ein kleines Photoshoot draus zu machen. Ich finde die Bilder sind zum Teil wirklich cool geworden. Und Spaß gemacht hat es obendrein.
Jedoch soll auch hier der Sonntagabend nicht unerwähnt bleiben. Ich bin zurück nach Kigali gefahren und habe dort Clara, Hanna, Hannah, Philipp (ein Teil der Big Brother-WG der Freiwilligen in Kigali), Betty, Marlen, Klara („meine“ Ruhengerimädels) und Linus getroffen. Linus ist Freiwilliger beim kulturweit-Programm des Auswärtigen Amtes, wird ab dieser Woche in Kigali für die UNESCO arbeiten und ist spontan in die DED Gerüchteküche, also nach Apabena, einquartiert worden. Mit ihm zusammen bin ich dann am Montag auch durch die Stadt gezogen und wir haben geschaut ob irgendeine seiner Karten funktioniert um damit Geld zu holen. Fehlanzeige. Immerhin konnte ich ihm ein paar schöne Ecken von Kigali zeigen und mit ihm Mittagessen.

img_1305Bananen im Garten
Auch in diesem kurz gemeldet soll es wieder ein bisschen was Neues von meiner Banane geben. Also richtiger zurzeit: Den drei Bananen und den zwölf Sonnenblumen. Ich habe nämlich neben meine Bananen ein paar Sonnenblumen gepflanzt die ich nach und nach in meinen Garten verfrachten will. Dazu haben Hendrick und ich die Reste unseres Tomatensalats gesät. Nach einer Woche sind die Pflänzchen erst einen Zentimeter groß, aber vielleicht wird’s ja doch noch was mit den Tomaten im Garten.
Die Bananen haben inzwischen viele Blätter. Die große vier, die kleinen fünf und drei. Das wird also was. Sie spenden auch ein bisschen Schatten, wobei zurzeit der Sonnenschein zu wünschen übrig lässt. Es regnet grad relativ oft. Die Regenzeit soll das aber noch nicht sein. Letzte Woche hatten wir abends einen relativ starken Regenguss. Es war das erst Mal, dass ich mich in mein Wohnzimmer gesetzt habe und nicht hier im Innenhof bleiben konnte. Ich bin echt mal gespannt wie das ist wenn denn wirklich mal die Regenzeit um die Ecke kommt. Afrika stell ich mir, vom Wetter zumindest, doch ein bisschen anders vor.

Kurz gemeldet (2)

Montag, 03. August 2009 von rapha

img_0736Erster Besuch in Nkumba
Nach fast 2 Monaten (!) haben es die beiden Ruhengeri Mädels Marleen und Betty geschafft mich mal hier in Nkumba zu besuchen. Mit dabei war auch Klara, die für diese Leistung gerade mal zwei Tage gebraucht hat. img_0748Wir hatten einen schönen Abend mit Kochen und Mützig. Nachdem die Vegetarierquote bei 50 % lag gab es neben dem Fisch für die Nicht-Vegis frittierte Süßkartoffelchips und einen Kohl/Tomaten/Karottensalat. Am Freitag war ich dann mit Klara noch hier am See spazieren und hab ein bisschen die Sonne genossen. Ich wohn hier schon im Paradies.

img_0762Bananen wachsen und gedeihen
Nachdem ich ja letztes Mal über meine Bananenpflanz-Aktion in meinem Innenhof berichtet habe, hier nun die ersten Bilder der mittlerweile gewachsenen Bananen. Die große ist schon etwa einen halben Meter höher als zu dem Zeitpunkt als ich sie eingepflanzt habe. Aber auch die eine kleine bekommt schon ziemlich viele Blätter. Schatten spenden können sie aber frühestens in etwa 3 Monaten. Mit Früchten ist erst in etwa zwei Jahren zu rechnen. Das bedeutet ich habe schon etwas was ich meinem Nachfolger hinterlassen kann. Nachdem es aber noch 10 Monate dauert bis ein solcher hier auftauchen wird, werde ich die Pflanzen bis dahin weiter pflegen. Im Übrigen ist mein Kräutergarten inzwischen Einsatzbereit. Leider gibt es bisher nur Basilikum und Rosmarin. Also ist das noch ausbaufähig.

img_0763-1Postkarten
Die Resonanz auf meine Postkartenaktion ist einigermaßen zufriedenstellend bis jetzt. Nachdem ich ja keine Ahung habe wie lange die Postkarten so brauchen, sind die acht Postkarten aus drei Ländern sehr gut. Weiterhin gilt aber: Die 50 müssen voll werden. Danke an alle die mir geschrieben haben. Danke Michi, Susanne, Frank, Jasmin, Dominik, Nadja, Krissy, Hannah, Fabi, Franzi, Michael und Steffi und meine Mom Franziska.
Weiterhin gilt die Adresse: Raphel Breyer, Petit Seminaire St. Jean Nkumba, P.B 45, Ruhengeri, Rwanda. Ich hoffe ihr fahrt alle schön in den Urlaub und schreibt mir von da.

img_0756Wanderpartner gefunden
Endlich habe ich jemand gefunden, der mit mir wandern geht. Daniel ist seit zwei Monaten in Butare um dort seine Bachelorarbeit über die Aggroforstbepflanzung am Rande des Nyungwe Nationalparks zu schreiben. Er war dieses Wochenende in Ruhengeri und wir haben dabei verabredet, dass wir diese Woche zusammen im Nyungwe Nationalpark wandern gehen. Das gibt mir die Gelegenheit endlich auch mal Butare zu sehen. Ich werde Morgen da hin fahren um am Donnerstag zurück in Kigali zu sein und dort Jean-Paul und Daniel von der ruandischen Pfadfinder Nationalleitung zu treffen. Also ein schöner Ausklang der Ferien. Ab nächster Woche sind nämlich die Schüler wieder da und der Unterricht geht weiter. Sobald ich einen Lehrplan gesehen habe, kann ich auch mit der Vorbereitung desselben beginnen.

Kurz gemeldet (1)

Montag, 06. Juli 2009 von rapha

img_0471Klausuren fertig

Nach einer Woche sind nun auch die Abschlussklausuren für dieses Trimester rum. Ich hatte es ein bisschen einfacher, da ich mit den Senior 6 nur eine mündliche Prüfung gemacht habe. Schwieriger wird es bei den Senior 5. Die haben eine schriftliche Klausur geschrieben die ich gerade noch am korrigieren bin. Dazu hatte ich noch zwei Mal Prüfungsaufsicht. Also 3 Stunden lang blöde schauend durch die Reihen laufen. Aber auch das ging einigermaßen gut. Nachdem die alle Priester werden wollen haben die natürlich nicht voneinander abgeschrieben.

img_0475Elster verschönert Innenhof
Als ich am Donnerstag nach Haus kam war mein kompletter Müll in meinem Innenhof verteilt. Nach den Bißspuren und den Kotklecksen überall gehe ich davon aus, dass den Elstern die hier überall rumfliegen irgendwas aus meiner Mülltüte geschmeckt hat. Nachdem ich den Innenhof vom Müll befreit habe, habe ich ihn mal mit Wasser geflutet und, wie man es hier macht, mit ein bisschen Waschpulver und einem Straßenbesen mal ordentlich gereinigt. Jetzt sieht es echt mal gut aus. Das Problem ist nämlich, dass sich der Staub hier in der Trockenzeit überall absetzt. Das Müllproblem habe ich so gelößt, dass ich jetzt ein zwei Quadratmeter Müllzimmer habe. Ich hoffe da gehen die nicht rein.

img_0481Bananen stehen im Innenhof
Auch mein erstes Langzeitprojekt ist vorerst abgeschlossen. Nach 2 Wochen harter körperlicher Arbeit, bei der ich immer von ein paar Schaulustigen belächelt wurde stehen nun drei schöne Bananenbäume in meinem Innenhof. Dazu habe ich etwa 500kg Boden mit einem Eimer durch mein Haus geschleppt. Man hat mir gesagt, die müssen so beschnitten werden, damit sie wieder treiben und gut anwachsen. Geerntet werden kann an dem großen Baum allerdings erst in zwei Jahren. Mein Nach-Nachfolger wird dann diese hoffentlich gut schmeckenden Inyamunyu genießen können und hoffentlich dabei an mich denken. Das größte Problem war eine Kiste zu bekommen in welcher die Bananen Platz haben um zu wachsen. Jetzt steht da eine 1mx1mx0,7m Holzbox die ich mir für knapp 10 Euro habe zimmern lassen. Schön war auch das Ding mit vier Leuten die zwei Kilometer hier her zu tragen. Ich kam mir ein bisschen vor wie im Alten Testament mit der Bundeslade.

img_0504Paulustag gut überstanden
Wie ihr vielleicht auf Twitter gesehen habt, war gestern Paulustag. Diözesaner Weltjugendtag würde man das in Deutschland nennen. Etwa 4000 Schüler aus der ganzen Diözese haben erst einen drei Stunden Open Air Gottesdienst gefeiert um dann nochmal zwei Stunden mit einem Kulturprogramm beglückt zu werden. Bilder gibt es in der Galerie. Da gibts auch ein Video vom Gottesdienst und von einer Tanzeinlage. Für die Prieser, die anderen Lehrer und mich gab es dann viel zu trinken und auch was zu essen. Nachher habe ich mich mit meinem Mentor nochmal auf ein Bier getroffen. Er hat mich dann zum Glück auch nach Hause gefahren. Dabei haben wir das tolle Lied Ui Umugati gehört. Als ich ihm sagte, dass ich es in Deutschland schon gesungen habe, (die DL wird sich vielleicht daran erinnern) meinte er nur trocken: Ich hab es geschrieben. Abends hab ich dann mal wieder bei den Priestern gegessen. Hase. Sehr lecker.

Heute werden jetzt zuerst Klausuren korrigiert und dann schau ich mal was ich die nächsten zwei Wochen Urlaub mache. Ich hab mich inzwischen auch zu einem Seminar des DED für Freiwillige hier Ende Juli angemeldet.

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