IZ3W: Massaker, aber kein Genozid

Dienstag, 04. Januar 2011 von rapha

Eine ganz gute Einordnung der Veröffentlichung des UN mapping reports in die politische Gemengelage. Wichtig vor allem die Rolle der Franzosen und den Wechsel der Strategie. Auch interessant: Warum es politisch schwierig ist von einem Völkermord im Osten Kongos zu sprechen. Lesenswert.

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GlobalPost: Rwanda moves to English, drops French

Dienstag, 04. Januar 2011 von rapha

Jon Rosen bringt es auf den Punkt. Etwas überhastet, aber entschlossen ändert Ruanda die Landessprache.

Eine schöne Übersichtsbeschreibung. Korrekte Fakten, gute Analyse. Das einzige was mir ein wenig fehlt ist die politische Dimension der Sprachumstellung.

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Mehr dazu auch hier: Bildung in Ruanda auf www.rapha-in-ruanda.de

SPON: “In Deutschland bin ich nur, weil ich hier in Sicherheit bin”

Dienstag, 04. Januar 2011 von rapha

Einzelschicksale sind immer Geschichten die einen persönlich berühren können und so Betroffenheit und Verbundenheit auslösen. Das dachte sich wohl auch Ute Suppa in ihrem Artikel über das Leben von Eustache Nkerinka. Das klappt auch einigermaßen gut, das Leben von Herr Nkerinka ist durchaus spannend und bewegend.

Jedoch, liebe Frau Suppa, wäre es auch in diesem Zusammenhang schön und journalistisch angebracht bei den Fakten zu bleiben und auch in einem solchen Artikel Aussagen zu überprüfen.

Das Mouvement Démocratique Républicain (MDR) ist nicht zu verwechseln mit dem Mouvement républicain national pour la démocratie et le développement (MRND). Der Unterschied scheint nur ein N und ein Buchstabendreher zu sein, ist jedoch gravierender als dies andeutet. Die MRND war die Einheitspartei von 1975 bis 1994 in Ruanda in welcher sich zum Ende hin die Hutu-Power kräfte Durchsetzen und den Völkermord planten. Die MDR hingegen war immer nur Satelitenpartei und niemanls hatte sie die Mehrheit, wie Sie, Frau Suppa, schreiben.

Auch bevor Sie die Geschichte mit der Ruderbootflucht von Ruanda nach Tansania drucken wäre ein Blick auf die Karte angebracht gewesen: Ein Gewässer wo dies möglich wäre gibt es leider keins.

Mein Fazit also: Eine interessante Geschichte, wer jedoch ein bisschen zwischen den Zeilen lesen möchte und sich nicht nur für die grundsätzliche “bla bla, armer Afrikaner, bla, bla, ihm wurde böse mitgespielt, bla, er kann nichts dafür” Geschichte interessiert sollte lieber was anderes lesen.

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TAZ: Ruanda ist in gutem Zustand

Sonntag, 02. Januar 2011 von rapha

Auch schon ein paar Tage alt: Ein Interview der TAZ mit dem ruandischen Präsidenten Paul Kagame.

Überraschend, dass er gerade mit der TAZ spricht die doch immer wieder sehr kritisch über ihn berichtet.

In den Kommentaren zu dem Interview trifft einer den Punkt ganz gut: Sehr seicht und eine Möglichkeit für Kagame Ruanda als ausschließlich tolles Land zu präsentieren. Jegliche kritische Themen bleiben ausgespart. Schade.

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FAZ: Zeit der Vergebung

Sonntag, 02. Januar 2011 von rapha

Zwei ruandische Männer die eine gemeinsame Geschichte verbindet sprechen darüber und erzählen von ihrem Erlebten und Gefühlten.

16 Jahre nach dem Völkermord sei die “Zeit der Versöhnung” erzählt Andrea Jeska.

Ein schon ein paar Wochen alter Artikel, der dadurch aber nicht weniger gut wird.

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