Mein Kigali Trip – Fremdes Land, fremder Kerl, vertrautes Essen

„Ich habe eine liebe Freundin die bald in Kigali ist und sie hat angeboten, dass ihr euch gerne treffen könnt“ – mit diesem Satz von meiner Schwester fing es an.

Über Emailkontakt  mit Saskia, die ich auch noch nicht kannte, bekam ich dann meine Unterkunft bei Rapha. Der Emailverkehr ging weiter und nachdem mein Chef sein okay gegeben hatte, habe ich mich dann auch beim Rapha angemeldet und vorgestellt.

Am Mittwoch dem 20. Oktober ging meine Reise morgens in Kampala los. Nach einem geplatzten Reifen, kaputten Hebewerkzeug und einer scheinbar endlosen Kontrolle jedes Gepäckstückes auf Plastikbeutel bin ich abends in Kigali angekommen.

Vom Bus aus hieß es ab ins Taxi und zum Novotel wo ich dann das erste Mal Rapha getroffen habe. Da es ja leider kein Straßennamen-, Hausnummernsystem wie in Deutschland gibt,  braucht man halt einen Treffpunkt den die Taxifahrer kennen.  Endlich angekommen bei Rapha war ich erstmal völlig begeistert, sowohl vom Haus und als auch vom Käse der auf dem Tisch stand. Ihr müsst wissen, dass ich seid September in Ugander einen freiwilligen Dienst mache und leider nicht ganz so luxuriös wie Rapha wohne. Nachdem dann schnell geklärt war das ich ein wenig verfressen bin wurde erst einmal die Bekanntschaftskette aufgestellt „Und woher kennen wir uns jetzt?“  Ina –> Nora –> Saskia –> Rapha; This is Afrika!

Am nächsten Tag habe ich mir dann erst ein wenig Kigali angeschaut und bin aus dem Staunen nicht mehr raus gekommen: Die Straßen waren so sauber, die Motofahrer trugen Helme, haben nur einen Fahrgast hinten drauf und selbst diese bekommen einen Helm. Da ich ugandische Verhältnisse, d.h. bis zu vier Leute auf einem Moto, gewöhnt bin war das ganz schön überraschend.

Nachmittags ging es dann zusammen mit Rapha nach Ruhengeri zu seiner alten Einsatzstelle. Mit Bus, Taxi und Fahrradtaxi – Rapha hat mich persönlich kutschiert – ging es durch die wunderschöne Landschaft Ruandas und ich konnte den ein oder anderen Vulkan bestaunen. Angekommen habe ich dann Saskia kennen gelernt und natürlich Jaqueline, die so nett war uns zu beherbergen. Nachdem wir Reis mit Scheiß und Käse gekocht haben gab es ein kleines „Pfaditreffen“. Da ich leider kein Wort Französisch verstehe kann ich darüber nicht besonders viel berichten, aber das Gesinge fand ich toll 😉

Freitagmorgens ging es für Rapha, Saskia und mich dann auch schon wieder zurück nach Kigali; ein kurzer, aber sehr schöner Ausflug. Zurück in Kigali spielte sich der größte Teil meines restlichen Aufenthaltes auf der Veranda ab. Erwähnenswert wäre zum einen Annis toller Hängematte, die einem leider auf schleichende Art und Weise zeigte, dass man doch ein wenig zugelegt hat („haha du hast aufgesetzt“), ist auch das leckere Essen, dass wir gekocht haben. Schließlich musste ichs ausnutzen, dass es einen Ofen gab: Pizza, Lasagne all die leckeren Sachen die man nach zwei Monaten doch schon ein wenig vermisst.

Bei einem Feierabendbier auf dem  Telecomhouse konnte ich Kigali dann auch nochmal bei Nacht bewundern. (Hier ist es an Rapha euch das dabei entstandene Panoramabild dazu zustellen ) (Anm. d. Red.:Ist hiermit geschehen)

Sonntags hieß es dann ganz früh Abschied nehmen und ab in den Bus der diesmal ohne große Zwischenfälle nach Kampala kam. Nur an der Grenze bin ich nochmal ein wenig ins Schwitzen gekommen, als der Beamte meinte: Sie haben kein Visum. Da unsere Jahresvisa noch in der Mache sind, hatte ich bisher nur mein Single-Entry-Visum. Hätte man ja auch mal vorher drauf kommen können SINGLE Entry. Aber da mein Geld so gerade reichte, bekam ich ein neues und die Fahrt konnte weiter gehen. Angekommen in Iganga hatte ich dann noch 2000 USh, umgerechnet knappe 70 Cent.

Es war ein toller Trip und ich bin sehr froh so lieb aufgenommen worden zu sein, trotz verwirrender Bekannschaftsketten. In dem Sinne nochmal vielen Dank an dich Rapha! Es waren ein paar super schöne Tage in denen ich viele tolle Menschen und ein wunderschönes Nachbarland Ugandas kennen gelernt habe!

Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, 04. November 2010 um 18:23 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie dort abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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5 Comments »

  1. Hallo?

    Comment: rapha – 07. November 2010 @ 13:23

  2. Hallo Rapha und so …

    Comment: Daniel – 07. November 2010 @ 13:29

  3. Was war nochmal Reis mit Scheiß???

    Comment: Johanna – 07. November 2010 @ 17:11

  4. eigentlich braucht man kein neues Visum wenn man nur in der East African Community (Kenya, Tanzania, Uganda, Rwanda, Burundi) rumreist. Zumindest bei mir machen sie nur wieder einen neuen Stempel drauf.

    Comment: David – 13. November 2010 @ 10:05

  5. Echt????

    Ich brauche kein Visum wenn ich innerhalb der EAC reise?

    Das ist ja was ganz neues?

    Wäre ja super wenn das echt so wäre!!

    Comment: Marcel – 20. November 2010 @ 18:41

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