Kigali City Tower

Inzwischen schon zum zweiten Mal war ich am vergangenen Freitag auf dem Kigali City Tower. Mit 70 Metern und 24 Stockwerken wird er Ende des Jahres, wenn er fertig ist, das höchste Gebäude Kigalis sein. Er ist vergleichen mit den architektonischen Bausünden der Klotzhochhäuser drum herum schön anzusehen.

Zusammen mit Henrik habe ich mich am Freitag nun auf die Suche nach Mr. Wu gemacht. Diesen hatte ich als Kontakt von Linus geerbt, der vor fast einem Jahr auf dem Citytower war. Als ich im Mai diesen Jahres oben war, war Mr. Wu auch noch da. Diesmal suchte ich vergeblich. Dafür gab es dort neuerdings Inder die uns den Zugang ermöglichten.

Das erste Bild des Citytowers habe ich schon vor 6 Jahren gemacht. Allerdings war der Platz dort noch der zentrale Minibusparkplatz, von welchem aus alle Minibusse in die Vororte Kigalis fuhren. Es war sehr geschäftig dort. Schaffner versuchten Fahrgäste in die Busse zu bekommen. Fliegende Händler verkauften Reisezubehör.

Schon als ich mir zum ersten Mal die GoogleEarth Karte von Kigali ansah, bevor ich vor nach Ruanda zog, sah ich, dass sich etwas zu verändern schien. Der Platz war leer. Das Bild ist von 2006.

Hier angekommen sah ich dann was es sein sollte. Unten an den Bauzäunen Stand es auf einem großen Schild: Kigali City Tower. Das Herzstück des neuen Kigalis. Damals war der Turm vielleicht 20 Meter hoch und grün verpackt, wie ihr auf dem Photo sehen könnt. Doch auch damals war schon klar wie er aussehen sollte wenn er denn fertig ist.

Nun war ich im Mai einmal oben und habe ein paar Photos gemacht. Schön sind diese vor allem auch deshalb, weil ich nun nicht nur die Bautätigkeiten am City Tower selber, sondern auch in der ganzen Stadt vergleichen kann. Schön zu sehen ist zum Beispiel die neugebaute Straße welche von Kimihurura ins Zentrum führt. Früher war diese drei-streifig, jetzt hat sie deren vier. Dazugekommen ist auch ein Mittelstreifen mit neuen Straßenlaternen.

Auch der Innenausbau kommt voran. Dies ist vor allem in der nebenan liegenden Mall zu sehen.

Aus der Kategorie: „Das kann doch nicht wahr sein?!“ auch noch ein paar Beobachtungen. Scheinbar arbeiten einige Baufirmen schneller als andere: Die Steinplatten am Boden waren wohl schon drin bevor die Außenverkleidung am Turm war. Die Platten haben jetzt schon zum Großteil abgeschlagene Kanten oder sind ein bisschen verwittert.

Gut ist auch, dass wir jetzt Kontakt zu den neuen Bauherren haben. Während die Chinesen für den Rohbau zuständig waren leiten nun Inder den restlichen Bau. Da kennt man uns jetzt, deswegen wird das sicher nicht der letzte Aufenthalt auf dem Citytower gewesen sein.

Einen kleinen, aber feinen Artikel zu unserem Besuch gibt es auch bei Henrik im Blog, der auch ansonsten immer zu empfehlen ist.

Bilder in der Galerie.

Der Ausblick von oben (In meinem ersten selbst erstellten Panorama):

Dieser Beitrag wurde am Sonntag, 10. Oktober 2010 um 19:00 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie dort abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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3 Comments »

  1. Mr. Wu – das ich das noch mal höre!
    Sag mal Rapha, das ist der CCECC-Turm, oder?

    Comment: Birgit – 14. Oktober 2010 @ 19:06

  2. Ja das ist der Turm an welchem CCECC dran stand. Das ist aber nicht der Name, sondern der Name der kenianischen Baufirma. Offiziell heißt er Kigali City Tower.

    Comment: rapha – 18. Oktober 2010 @ 07:17

  3. Hallo lieber Kanyarwanda Rapha,
    hab mal wieder deine Website angeschaut und dir die „noch zu tun-Liste“ angeklickt und die „Bananenblättersessel-mitbringen“ ergänzt.
    Wann wirst du denn Abschied nehmen müssen? Wohin wirst du gehen? Was wirst du hier machen?

    Freue mich dich dann bald wieder mal zu sehen in Heidelberg?

    Yezu akuzwe!
    Amahoro
    Habimana Sandro

    Comment: Habimana Sandro – 27. Oktober 2010 @ 09:47

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