Wir sind eine Turniermannschaft

Sonntag, 27. Juni 2010 von rapha

Nachdem die Vorrunde nun vorbei ist und Frankreich, sowie Italien verdient nach Hause gefahren sind, ist nun die Zeit ein wenig zurück zu schauen. Nachdem ich sowas von kein Sportjournalist bin, eigentlich bin ich ja gar kein Journalist, wird es eher um das Gefühl bei dieser „Afrikanischen-WM“ gehen. Die Stimmung ist hier offen gesagt weniger „Sommermärchen-like“, als viel mehr „Business-as-usual“. Das liegt zum einen daran, dass ich sehr viel arbeite, aber andererseits auch daran, dass das Fußballfieber hier nicht allgegenwärtig ist.

Natürlich hat das Spiel der afrikanischen Mannschaften damit auch einiges zu tun. Außer Ghana hat es kein Team in die Runde der letzten 16 geschafft. Aber auch die anderen Mannschaften spielen keinen hochklassigen Fußball. In der Vorrunde haben sich einige nach guten Leistungen auf Ergebnisfußball konzentriert (Deutschland, Brasilien, Portugal) oder sich nach schwächeren Vorstellungen ins Achtelfinale gezittert (Spanien zum Beispiel). Lediglich Argentinien und Holland zeigen Ansätze von richtig gutem Fußball. (weiterlesen …)

VOA: Exiled Editor Says Rwandan Security Killed His Acting Editor Thursday

Freitag, 25. Juni 2010 von rapha

Eine sehr unschöne Nachricht: Der Chefredakteur der seit Monaten verbotenen Zeitung Umuvugizi ist gestern erschossen worden. Wer dahinter steckt ist unklar, er soll allerdings über den Anschlag auf Gen Nyamwasa recherchiert haben und ist der Regierung hier seit längerem ein Dorn im Auge.

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Und noch ein BBC Link

Reuters: Rwandan police arrest dozens of opposition protesters

Freitag, 25. Juni 2010 von rapha

Gestern war der Tag an dem Präsident Kagame seine Unterlagen als Kandidat für die Wahlen am 09.08. diesen Jahres abgegeben hat. Dabei kam es zu Demonstrationen bei denen Menschen festgenommen wurden. Wirklich verlässliche Informationen gibt es darüber allerdings wenige. Die einzige Quelle ist ein Reuters Journalist, sowie die Opposition, die allerdings nicht sehr verlässlich ist was objektivität angeht.

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Washington Post: Professor: Rwanda officials wanted me to disappear

Freitag, 25. Juni 2010 von rapha

Nach seiner Freilassung auf Kaution hat Professor Erlinder Ruanda verlassen. Nach seiner Ankunft in den USA berichtet die Washington Post darüber.

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Mumugi ijana na makumyabiri – für 120 in die Stadt

Donnerstag, 17. Juni 2010 von rapha

Hinten die jubelnde Menge und der Umusuwisi der „Nyamirambo, Nyamirambo,…“ ruft. So hatte ich mir das vorgestellt. Gute Musik aus den Lautsprechern, immer mal wieder ein kleines Wortgefecht mit einem Kollegen. Fahrgäste die aussteigen, mir auf die Schulter klopfen und mich als einen von ihnen beschreiben. Kinder die mich die ganze Fahrt anstarren oder wahlweise auch zu weinen beginnen wenn sie sehen, dass ihr Busfahrer heute ein wenig anders aussieht.

„Umusuwisi und Umudagi Express“ sollte das Projekt heißen. Claudio und ich wollten für einen Tag ins Kigali Transport-Business einsteigen und das Leben einer Minibus-Besatzung mit Chauffeuri und Conducteuri für einen Tag nachvollziehen.
Der Bus stand schon in meinem Hof, als die Worte des Übersetzers alles zunichte machten:  „Kanyarwanda  a travaillé mauvais“
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Startribune: Erlinder essay on Rwanda has defense nervous

Mittwoch, 16. Juni 2010 von rapha

Nachdem nun ausreichend klar ist, dass Erlinder wegen Genozidleugnung in einem ruandischen Gefängnis sitzt, steht in diesem Artikel nun warum das so ist. Ihm wird vorgeworfen, den Genozid nicht als geplante Aktion, sondern als Gewalt zwischen Zivilisten beschrieben zu haben.

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AFP: Rwanda court postpones Nkunda release hearing

Mittwoch, 16. Juni 2010 von rapha

Die Anhörung von Laurent Nkunda ist wiedermal nach hinten vershcoben worden. Nachdem es letztes Mal nicht möglich war einen Übersetzer zu finden, wurde dieses Mal gar kein Grund genannt. Ich habe ja so ein bisschen den Verdacht, dass das Verfahren verschleppt wird, bis es niemanden mehr interessiert.

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The Guardian: Genocide law on trial

Mittwoch, 16. Juni 2010 von rapha

Ein Standpunkt Leserbrief von Andrew Wallis, Universität Cambridge, zum Fall Erlinder. Credo: In Deutschland wäre bei Holocaust leugnung das gleiche passiert. Es scheint eine Regel für den Westen und eine für Afrika zu geben.

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Modern Ghana: President Kagame’s Bodyguard Escapes

Mittwoch, 16. Juni 2010 von rapha

Da bin ich mir mal nicht sicher ob das eine Krimi Geschichte oder die Realität ist. Auf jeden Fall spannend zu lesen.

Der Bodyguard des Präsidenten flüchtet nach Folter.

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So köpft ein Känguru

Montag, 14. Juni 2010 von rapha

„Nene, heute ist Podolski-Tag“, meint der Besitzer des deutschen Supermarktes in Kigali. „Heute wird nicht bezahlt.“ Er sprach dabei nicht nur vom Bier, sondern auch von den anderen Leckereien die fleißige Helfer während des ganzen Spiels an die Tische brachten. Ruandische Currywurst mit Baguette und belegte Mohnbrötchen. Ein gelungener Abend, sowohl in fußballerischer, als auch in kulinarischer Hinsicht also.

Zwischen Philou und Joné sitzend spürte ich das besondere an einer Weltmeisterschaft. Mit Freunden vor dem Fernseher zu sitzen und zu fachsimpeln; das Spiel analysieren. „Özil will heute ein Tor, er ist einfach so verspielt“, „Schön wie die mit einem Steilpass das ganze Mittelfeld überbrücken.“ Fußball ist Mannschaftssport, sowohl aktiv, also auch passiv. (weiterlesen …)

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