Granaten in Kigali

Wieder einmal sind am vergangenen Samstag in Kigali Granaten explodiert. Das war nicht das erste Mal in den letzten Monaten. Auch am 19. Februar, 4. März und 11. April gab es Explosionen von Handgranaten an belebten Plätzen in Kigali. Bestätigt sind fünf Tote und 66 Verletzte insgesamt.

Obwohl es nach den ersten Explosionen Anschuldigungen und Verhaftungen gab sind sowohl Täter als auch Motive völlig unklar. Die Anschläge sind an verschiedenen Orten geschehen, es gibt allerdings auch ein paar Gemeinsamkeiten. Ich werde nun mal versuchen zusammen zu fassen was es an Informationen gibt. Das sind natürlich nur die Informationen auf die ich Zugriff habe, also offizielle Regierungsmeldungen oder Meldungen der staatsnahen Presse, Tweets von Menschen aus Kigali denen ich folge und Blogartikel verschiedenster Autoren.
Zu Beginn eine kurze Beschreibung der Ereignisse chronologisch:

Freitag 19. Februar 2010
Die ersten drei Granaten explodieren in Nyabugogo auf dem Busbahnhof, in Kimironko nahe einem Restaurant und in Centre Ville vor dem Rubangura Gebäude, ein Haus mit vielen kleinen Geschäften. Dabei kommt ein Mensch zu Tode, 18 werden verletzt. Quellen: BBC und Kigaliwire

Donnerstag 04. März 2010

Abends um 19 Uhr explodiert eine Granate in Kimironko in der Nähe des Busbahnhofs und des Hotel Printemps, dabei werden 16 Menschen verletzt, 2 davon schwer. Fast zeitgleich explodiert eine Handgranate in der Nähe des Taxiparks von Kinamba/Gisozi, nahe der Genozidgedenkstätte Gisozi. Meines Erachtens hat es aber mit der Gedenkstätte an sich nichts zu tun, da es etwa 500 Meter vom Anschlagsort zum Memorial sind und keine Besucher diese Haltestelle benutzen. Quellen:
Amerikanische Botschaft, New Times und zusammenfassend Kigaliwire

Sonntag 11. April 2010
Innerhalb einer halben Stunde explodieren zwei Granaten in Cyahafi und Nyabugogo es gibt einen Toten und 4 Verletzte. In Nyabugogo ist der größte Busbahnhof der Stadt an welchem sich gerade am frühen Abend hunderte Menschen aufhalten. Quelle: Orinfor

Samstag 15. Mai 2010
Letzten Samstag nun nochmals zwei explodierte Granaten. Wieder war der Busbahnhof in Nyabugogo eines der Ziele. Die andere Granate soll in der Nähe des großen Kreisverkehrs in der Stadt explodiert sein und aus einem fahrenden Auto geworfen worden sein. Beide Anschläge fanden gegen 19 Uhr abends innerhalb einer Stunde statt. Es ist ein Toter und 28 Verletzte zu beklagen. Quellen: Reuters, AP und New York Times

Interessante Zusatzinformationen zum letzten Anschlag sind wieder mal die Dummlaberauswüchse der Presse, in dem Fall der New York Times, die versuchen ein bisschen mehr Dramatik durch falsche Informationen hinzu zu fügen:

While past grenade attacks have been aimed mainly at genocide survivors or genocide memorials and were often blamed on rebels, the recent ones have struck at commercial areas, creating a new level of tension in the capital. Kigali residents said Sunday that some roads had been closed and that there was an increased army presence there.

Auch gibt es einen Bericht von jemandem der zur Zeit des Anschlags ganz in der Nähe war, aber nichts gehört oder gesehen hat: reconciliationradio

Und der Präsident hat die Opfer im Krankenhaus besucht.

Hier eine Übersicht aller Anschlagsorte:


Gemeinsamkeiten der Anschläge:

Die Frage für mich ist nun, wer steckt hinter den Anschlägen und was will er damit erreichen. Dazu ist es zunächst mal wichtig zu schauen, was die Anschläge gemeinsam haben.

  • Alle sind mit Handgranaten durchgeführt worden.
  • Alle fanden an belebten Plätzen statt. Dafür war die Zahl der Toten relativ gering.
  • Immer fanden die Anschläge abends zwischen 17 und 19 Uhr statt.
  • Immer an Plätzen wo sich kein Ausländer zu dieser Zeit mehr aufhält.
  • Es gibt keinerlei Informationen wer die Toten sind. (Sehr unüblich in Ruanda)
  • Es gibt keine Bilder von Folgen an Häusern oder Autos.
  • Keiner der Menschen die eine Granate geworfen oder gelegt haben wurde gefunden.

Diese Fakten werfen Fragen auf.

Warum sind (natürlich glücklicherweise) nicht mehr Menschen verletzt oder gestorben? Ich bin weiß Gott kein Sprengstoffexperte, aber wenn eine Handgranate explodiert und 100 Menschen auf 100 Quadratmeter drum rum stehen, dann müsste es mehr Verletzte geben.

Abends ist die Chance zu entkommen einfacher, da auf den Straßen mehr los ist. Wollte man mehr Menschen treffen, wäre dies kein Problem. Man kann also davon ausgehen, dass es eher darum geht die Gesellschaft zu verunsichern, als möglichst viele Menschen zu töten.

Ausländer scheinen nicht das Ziel zu sein. Da gäbe es einfachere und bessere Plätze um diese zu treffen.

Die soziale Kontrolle in Ruanda ist sehr streng. Hier werden selbst geklaute Koffer und Telefone wieder gefunden, da jeder jeden kennt und es immer komisch ist, wenn jemand auf einmal was neues hat oder sich anders verhält. Warum gibt es dann keine Verdächtigen?

Wer könnte dahinter stecken?

Dazu gibt es verschiedene Theorien.

1.    FDLR und andere kongolesische Rebellen

Der erste Verdacht ist immer, dass die kongolesischen Rebellen das Land destabilisieren wollen oder auch, den Genozid „zu Ende bringen wollen“. Ich halte das für eine unwissende und zu einfach gedachte Verdächtigung. Wie wollen sie denn sicherstellen, dass sie nur Tutsi treffen? Die sind auch sicher nicht an den Stellen wo jetzt die Granaten explodiert sind.
Zum Anderen gibt es im ganzen Land ständig Kontrollen an den Straßen. Das eine Gruppe kongolesischer Rebellen unbemerkt und mit Granaten bewaffnet nach Kigali kommt wage ich zu bezweifeln.
Außerdem passt solch ein Vorgehen nicht zur FDLR. Die FDLR ist eine Rebellenarmee und keine Terrororganisation. Sie sucht im Ostkongo den offenen Kampf. Das passt so nicht.

2.    Neue Organisationen
Vielleicht hat sich ja aber eine neue Terrororganisation gebildet und versucht Ruanda zu destabilisieren. Auch das halte ich für Unfug. Zum einen suchen Terrororganisationen nach einer Öffentlichkeit. Die Menschen sollen erfahren wer verantwortlich ist. Diese Organisationen bekennen sich zu ihren Taten. Warum sollten sie innerhalb von drei Monaten Granaten werfen und nicht sagen, dass es sie gibt? Zum Anderen wüsste die Regierung von solch einer Organisation. Die soziale Kontrolle in Ruanda ist so hoch, dass es schwierig möglich ist, so etwas geheim zu halten.

3.    Spannungen zwischen der alten und der neuen RPF Führung

Die RPF startete als Rebellenarmee und ist mittlerweile zur Staatspartei geworden. Dieser Weg, der sehr an der Person des Präsidenten hängt, hat Macht vom militärischen zum politischen Arm der RPF verschoben. Dies gefällt natürlich einigen Generälen nicht. Nach den Anschlägen im Februar ist General Nyawamsa, der zuletzt ruandischer Botschafter in Indien war, wegen Zusammenarbeit mit der FDLR von seinen Ämtern enthoben worden und nach Südafrika geflüchtet. Alte Newsmeldung

4.    Die ruandische Regierung
„Hat die ruandische Regierung ein Interesse daran sich nach den Anschlägen als starke Kraft zu präsentieren? – Natürlich – Würde sie soweit gehen, deshalb die eigene Bevölkerung gefahren aus zu setzen? – Hoffentlich nicht.“ Dies meint zumindest Texas in Afrika in ihrem Blog.
Die ruandische Regierung hätte bei so einem Weg viel zu verlieren. Die Geber und die Weltöffentlichkeit schauen zu, nicht nur wegen der bevorstehenden Präsidentschaftswahl. Dennoch ist klar ersichtlich, dass die Regierung genau diese Rolle spielt. Seit Wochen patrolieren jede Nacht hunderte von Soldaten durch die Straßen von Kigali.

(Diese Informationen basieren teilweise auf Einschätzungen von Laura Seay von ihren Blogartikeln “What´s going on in Rwanda” und “What`s going on in Rwanda, Part 2“.

Wer wars denn jetzt?

Wie jede Frage mit Afrikaverbindung ist die Antwort nicht so einfach.
Es scheint so, dass die Erklärung mit den Spannungen innerhalb der FPR relativ gut ist. Auch die flankierenden Ereignisse, dass Generäle erst strafversetzt und später eingesperrt worden sind zeigt eine gewisse Unruhe innerhalb der Partei. Alte Newsmeldung

Die andern Erklärungen scheinen auf den ersten Blick auch irgendwie zu passen, wenn man aber die ruandische Gesellschaft ein bisschen kennt, dann ist es eher unwahrscheinlich. Es bedarf einer gewissen Nähe zur Macht um solche Aktionen durchzuführen, abzusichern und zu decken.

Was diese Anschläge aber zeigen, ist, dass viele der drängenden Fragen in Ruanda nicht beantwortet sind.
Wie führt man ein Land nach diesem schrecklichen Genozid? Wie kann man in einem solch armen Land die Entwicklung vorantreiben? Wie funktioniert Mitbestimmung? Wie kann eine Minderheit der Minderheit regieren und gleichzeitig nach außen das Bild eines stabilen und gut geführten Landes zu zeigen?
Das schwingt alles unter der Oberfläche mit.

Zum Schluss natürlich noch die Meldung an alle die sich um mich und andere hier in Ruanda Sorgen machen. Ich fühle mich sicher und wohl hier. Ich versuche gewisse Plätze zu gewissen Uhrzeiten zu meiden, werde hier aber nicht paranoid durch die Gegend rennen. Kigali ist nach wie vor ein sicheres Pflaster.

Dieser Beitrag wurde am Dienstag, 18. Mai 2010 um 11:21 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie dort abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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15 Kommentare »

  1. Mensch Rapha, ich habe noch gut in den Ohren, wie Du uns vor Deiner Reise erzählt hast, dass alles total sicher wäre in Ruanda!
    Paß gut auf Dich auf!

    Comment: Birgit – 18. Mai 2010 @ 12:30

  2. heftig,heftig, bin ja auch g`rad in Kigali. Die Leute mit denen ich hier zusammen bin sagen daß im hiesigen Radio nichts darüber berichtet wurde….

    Comment: Sonja – 18. Mai 2010 @ 15:30

  3. rapha, schreib mal ueber die anzahl von verkehrstoten pro tag in kigali (und von leuten, die einfach in ihrem bett liegend sterben), damit deine leserInnen sich weniger sorgen ueber dich im granatenhagel machen… ;-)

    (guter beitrag!)

    Comment: simon – 18. Mai 2010 @ 16:26

  4. Hah, Simon, Deine Orthographie ist ja großartig. “leserInnen” mit kleinem L und großem I.
    Ich wußte gar nicht, dass man auch dann political correct sein muss, wenn man ansonsten mediengerecht auf Großbuchstaben verzichtet…

    Comment: Birgit – 18. Mai 2010 @ 18:57

  5. Your article is very interesting. Could you translate your article in english ?

    Comment: jean-bernard – 19. Mai 2010 @ 22:05

  6. Der Rwanda focus hat (ich glaube im März) über einen der Toten und seine Familie sehr ausführlich berichtet, auf der letzten Seite, leider finde ich die Ausgabe nicht mehr und in der online Ausgabe steht der Artikel nicht. Es gibt also offenbar (wenigstens einen ) Namen in der Öffentlichkeit.
    Auch die These, dass sich zwischen 17 und 19 Uhr keine Ausländer mehr z.B. am Busbahnhof Nyabugogo oder Kimirongo aufhalten, finde ich gewagt. Ich tue das und sehe auch andere Weißnasen. Aber ganz allgemein sind an diesen Plätzen wenig Ausländer (jedenfalls Europäer und Amerikaner, Australier etc.), das stimmt natürlich, denn die fahren ja eher in ihren eigenen Jeeps durch die Gegend als mit dem Bus. Aber die Terroristen können keineswegs sicher sein, nur Einheimische oder nur Afrikaner zu treffen.
    Auch berichtete das rwandische Radio über die Anschläge, wenn Verdächtige gefasst wurden.
    Hier ist eben alles noch verzwackter, als man denkt.

    Comment: Jele – 22. Mai 2010 @ 08:20

  7. @jean-bernard: i am not going to translate it. The mayor infos you can also find in the recommended artikels on texasinafrica.blogspot.com

    @jele ah ok der artikel ist an mit vorbei gegangen. Ich fand es nur überraschend wenig. ich muss auch sagen, dass ich die print ausgaben der ruandischen tageszeitungen nicht regelmäßig lese, und wenn dann nur new times. (mein kinyarwanda ist nach wie vor zu schlecht ;-) )
    Ich will nicht sagen, dass sich in Nyabugogo und Kimironko keine Ausländer aufhalten. Aber wenn ich diese treffen wollte, dann würde ich mach in Kimihurura in angesagten Restaurants anfangen. Ich will damit also sagen, dass diese nicht Hauptziel sein können. Ob da welche verletzt werden, dass ist glaube ich egal. Obwohl ich glaube, dass wenn es ein europäisches Opfer gebe, dass der ruandische Staat dann mehr unter Zugzwang bei der Aufklärung stehen würde.
    Das mit den Verdächtigen hab ich noch nirgends gehört.

    Comment: rapha – 25. Mai 2010 @ 16:00

  8. Noch was als Ergänzung:
    ICh war gestern um kurz vor sechs Uhr abends an der Stelle wo die letzte Granate explodiert sein soll. Unglaublich wildes treiben, viele Menschen.
    Was mich ein bisschen gewundert hat: Keine Polizei in Uniform. In Kiovu und Kacyiru stehen sich abends die Milität und Polizei Patrolien auf den Füßen rum.
    Es kann natürlich sein, dass die alle in zivil sind.

    Zum anderen frag ich mich wie jemand mit dem Auto unerkannt entkommen will nachdem er eine Granate geworfen hat. Ok es war Sonntag, da ist ein bisschen weniger los, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich niemand daran erinnern kann was für ein Typ das war und welches Auto er fuhr…

    Comment: rapha – 25. Mai 2010 @ 16:05

  9. Der Rwanda focus ist eine englischsprachige Wochenzeitung, falls du die mal lesen willst :-)

    Ich habe auf deinen Artikel reagiert, weil du schreibst
    ZITAT
    Immer an Plätzen wo sich kein Ausländer zu dieser Zeit mehr aufhält.
    ZITATENDE
    Deine Erklärung oben
    ZITAT
    dass sich in Nyabugogo und Kimironko keine Ausländer aufhalten. Aber wenn ich diese treffen wollte, dann würde ich mach in Kimihurura in angesagten Restaurants a
    ZITATENDE
    zeigt: Du denkst dabei an Weiße, das finde ich eigenartig, wenn du von Ausländern sprichst. Denn Nyabugogo z.B. ist ja ein internationaler Busbahnhof und dort sind sicherlich sehr viele afrikanische Ausländer. Die Kenianer, die dort aus dem Bus steigen, gehen sicherlich nicht ins La Libela. Wir Weißen sind hier eine kleine Minderheit unter den Ausländern. Den Unterschied hätte ich gerne gemacht. Ausländer IST NICHT GLEICH Weißer. Nichts für ungut, aber so viel Differenzierung muss schon sein.

    Fliehen kann man in einer Gegend, in der große Menschenmassen zu Fuß unterwegs sind, natürlich am Besten zu Fuß, das fällt gar nicht auf bei der Aufregung nach einer Explosion, stelle ich mir vor.

    Comment: Jele – 29. Mai 2010 @ 08:46

  10. @jele
    Vielen Dank für den Hinweis, dass Ausländer nicht nur Weiße sind.
    Was ich damit meinte ist, dass sich dort wenige westliche Ausländer aufhalten, die getroffen werden könnten. Damit will ich ausdrücken, dass das westliche Ausland nicht als “Audience” im Sinne einer öffentlichen Zielgruppe zu sehen ist. Von der Zielgruppe der Ostafrikanischen Gemeinschaft oder der DRC bin ich nicht ausgegangen.
    Es ging also um die öffentlichkeitswirksame Zielgruppe, wissenschaftlich die “Audience”…

    Comment: rapha – 29. Mai 2010 @ 17:29

  11. [...] Rapha has a good summary (in German) of previous grenade attacks in Kigali. [...]

    Pingback: Suspected grenade attack in Kigali – Kigali Wire – 12. August 2010 @ 09:50

  12. [...] get it to load in Rwanda (the irony!) but it sounds like a good idea.  (Also recommended, Rapha's blog, if you can read German.  Good for info, critical perspective on American press on grenades.  h/t [...]

    Pingback: Kigali Grenades: News Redux › Jina Moore – 12. August 2010 @ 10:44

  13. [...]  in order to meet that nasty standard — or push back against ourselves, when we do it.  Rapha in Ruanda calls out the New York Times for doing this in May (sorry the blog's in German, but the NYT quote [...]

    Pingback: Kigali grenade attacks: Journalistic choices in three acts › Jina Moore – 12. August 2010 @ 13:35

  14. [...] Rapha has a good summary (in German) of previous grenade attacks in Kigali. [...]

    Pingback: Suspected grenade attack in Kigali | WH0T? – 13. August 2010 @ 13:10

  15. [...] mehrere Handgranaten-Anschläge erfolgten, deren Hintergründe bis heute nicht geklärt sind (s. Link). Kagames Regierung verschärfte den Druck auf die Opposition und die freie Presse. So wurden die [...]

    Pingback: Amnesty International zu Ruanda « Rüdern to Rwanda – 09. Oktober 2012 @ 16:47

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