Geh voran, bleibt alles anders…

Ich weiß überhaupt nicht wo ich anfangen soll zu erzählen was sich bei mir in den letzten drei Wochen so alles ergeben hat. Das wichtigste, was die anderen Dinge so ein bisschen zur Folge hat, war, dass ich mir an Anfang des Jahres Gedanken gemacht habe, was ich denn nach meinem Jahr hier in Ruanda so machen will. Das hatte ich mir so vorgenommen. Bis Ende 2009 entdecken, genießen und erkunden und ab 2010 überlegen, unterhalten und entscheiden.

Dass alles jetzt so schnell geht hätte ich nicht gedacht. Ich werde als Consultant bei der GTZ im Bereich Wirtschaft und Beschäftigungsförderung in Ruanda bis Ende des Jahres in Kigali arbeiten. Dazu werde ich natürlich nach Kigali umziehen. Vorher, also nächste Woche, werde ich für 10 Tage nach Deutschland fliegen. Meinen Verpflichtungen an der Schule und gegenüber der DPSG werde ich noch bis Ende März, und damit bis meine Nachfolgerin kommt, nachkommen und im ersten Trimester weiter die Senior fünf und sechs unterrichten. Viel Zeug also. Aber cool.

Meine Überlegungen zu einer neuen Beschäftigung nach dem Freiwilligendienst haben eigentlich schon im Dezember angefangen, als mich der DED fragte, ob ich mir nicht vorstellen könnte für zwei Jahre in den Südsudan zu gehen und dort für den Zivilen Friedensdienst zu arbeiten. Das hörte sich ganz spannend an, aber ich entschied mich dafür mich dort nicht zu bewerben, da ich nicht eine so lange Zeit in noch einem anderen Land arbeiten wollte. Doch dann kam das Angebot von der GTZ: Bis Ende des Jahren in einem spannenden Thema, weiterhin in Ruanda. Das war die Möglichkeit Ruanda nochmals von einer anderen Seite zu sehen. Noch mal den Ort zu wechseln, noch mal die Perspektive. Wohnen in Kigali ist anders als das wohnen in Nkumba. Arbeiten mit Anbietern von Berufsausbildungsprogrammen und der privaten Wirtschaft anders als unterrichten an einer Sekundarschule. Als ich mich damals, vor 15 Monaten für die DPSG Stelle in Ruanda beworben habe wollte ich mein Bild von Ruanda, welches ich bei dem Besuch vor 6 Jahren in mir hatte, vervollständigen. Ich habe mit Sicherheit in Nkumba daran weiter gearbeitet. Jetzt habe ich aber die Chance noch mehr zu sehen.

Ich bin weder organisatorisch noch versicherungstechnisch und noch nicht mal kleidungsmäßig auf eine längere Zeit in Ruanda eingestellt. Deshalb habe ich beschlossen, dass ich nächste Woche nach Deutschland fliege. Nur relativ kurz, da ich ja hier viel zu tun habe. Von Mittwoch den 17. Feb bis Freitag den 26. Feb bin ich also im Winter. Ich habe leider nicht so viel Zeit, da ich mich um Versicherungen und Bankangelegenheiten genau so kümmern muss und will wie um Freunde und Familie. Wie aber die Leute wissen die mich kennen: Ich steh auf Stress.

Soviel zur ersten Information. Ich halte euch auf dem Laufenden. Ihr versteht sicher, dass ich mit den Infos hier warten musste bis alles in trockenen Tüchern ist.

Ist es in Deutschland wirklich so kalt?

Dieser Beitrag wurde am Freitag, 12. Februar 2010 um 09:44 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie dort abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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5 Comments »

  1. @ Ist es in Deutschland wirklich so kalt?
    JA! (Gerade schneit es wieder in Hannover. Sehe ich das eigentlich recht, dass wir hier mehr Schnee haben als in Vancouver? Vielleicht sollte man die Winterolympiade einfach in die Norddeutsche Tiefebene verlegen…

    Egal – ich freue mich, dass Du Dich für was entscheiden konntest. Sieht so aus, als ob Du zufrieden damit bist. Prima!

    Viele Grüße
    Birgit

    Comment: Birgit – 12. Februar 2010 @ 10:02

  2. Hey Rapha!!!
    Freut mich, dass es geklappt hat! Ich hoffe,du hast nochmal eine spannende Zeit in Ruanda!!! Alles Gute!
    Susanne

    Comment: Susanne – 12. Februar 2010 @ 11:10

  3. Hi Rapha,

    Glückwunsch. Wie lange bleibst du dann in Kigali. Wir ziehen in einem Monat nach Ghana. Wir werden aber sicher demnächst nach Kenia fliegen und dann könnten man ja eventuell auch nochmal nach Kigali. Ich mochte die Stadt sehr.

    Gruß nach Afrika
    Martin

    Comment: Martin – 17. Februar 2010 @ 10:26

  4. Sehr cool!
    Freue mich, dass du dich entshcieden hast und hoffe, dass du weitere wertvolle Erfahrungen sammelst und tollen und interessanten Menschen begegnest!
    Gut Pfad
    Karin

    Comment: Karin – 19. Februar 2010 @ 17:39

  5. Hi Rapha, klingt ja sehr geil, dass du in Ruanda noch eine Weile arbeiten kannst! Freut mich fuer dich! Drueck dir beide Daumen, dass du noch eine weiterhin geile Zeit haben wirst…
    Beste Gruesse aus Maceió, Alagoas, Brasilien

    Comment: Christoph – 09. März 2010 @ 21:38

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