Nummer 2 von 600 – Bildung in Ruanda

Samstag, 23. Januar 2010 von rapha

Vor ein paar Tagen habe ich erfahren, dass das Petit Seminaire St. Jean Nkumba, also die Schule an der ich unterrichte, im Ordinary Level im letzten Jahr die zweitbeste von allen 600 Sekundarschulen in Ruanda war. Maßstab waren dabei die staatliche Zwischenprüfung, welche am Ende der dritten Klasse der Sekundarschule, kurz Senior 3, abgehalten wird.

Diese Nachricht will ich gerne nutzen um euch das ruandische Schulsystem zu beschreiben.

Dabei bietet sich natürlich an auch auf die Probleme des Schul- und Bildungssystem an sich einzugehen. Ich sehe darin auch eine politische Komponente die ich mit einflechten will.

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Schimmelkolonien

Mittwoch, 20. Januar 2010 von rapha

Manche Menschen glauben, es gäbe Zeiten in denen ich untätig wäre. Das ist so natürlich nicht wahr. Selbst wenn ich nicht in Nkumba bin, arbeite ich für die Wissenschaft und das Amusement.

Ich geben zu, die Sache habe ich mir nicht selbst ausgedacht. Der Michi hat schon vor über drei Jahren die Idee gehabt schimmelnde Dinge in seiner Schimmelkolonie zu sammeln. Jedoch die Idee, auch in Afrika Lebensmittel verschimmeln zu lassen und diese auf Zelluloid, ähh Speicherkarte, zu bannen, kommt von mir. Natürlich muss ich dazu sagen, dass hier nichts absichtlich vor sich hin schimmelt, sondern, dass ich lediglich weiterschimmeln lasse, was sich der Schimmelpilz schon unter den Nagel gerissen hat.

Wenn ich ganz ehrlich sein soll, dann ist nicht mal die Idee von mir, einen Blogartikel darüber zu schreiben, was während meiner Zeit im Ausland so vor sich hin schimmelt, von mir, die kommt von Dominik und seinem Marmeladenschimmel aus Paris (aus Paris). (weiterlesen …)

Nyungwe National Park – Viel Wald und ein Wasserfall

Sonntag, 17. Januar 2010 von rapha

Das letzte Mal im August im Nyungwe war es alles ein bisschen übers Knie gebrochen. Trotzdem war es eine schöne Erfahrung mit allerlei interessanten Begebenheiten und glücklichen Zufällen. Nachdem ich nun seit einem Monat quasi als Reiseleiter durch Ruanda reise, war der Nyungwe mal wieder dran. Diese Mal jedoch ein bisschen geplanter, ausgiebiger und vor allem auch billiger, da ich ja seit geraumer Zeit ein lokal resident bin.

Wir starteten früh am Morgen von Butare. Allein schon die Planung dieser Reise hatte es in sich. Das Problem hier in Ruanda ist, dass jeder eine andere Auskunft gibt. Im Zweifelsfall heißt es immer: Yes. Noch am Vortag der Buchung hieß es bei Sotra Tours, einem privaten Busunternehmen, wir müssten die ganze Fahrt von Kigali bis Cyangugu buchen und auch bezahlen um die Teilstrecke von Butare bis zur ORTPN-Station am Nyungwe Nationalpark mitzufahren. Der Bus würde an einer Tankstelle in Butare um 8.30 Uhr vorbeifahren.
Die Auskunft am nächsten Tag: Alles kein Problem. Bus fährt um 7.30 Uhr, kostet 3000 Francs und nicht wie gedacht 4500. Alles klar. Rein in den Bus und los. (weiterlesen …)

Gemeinhin gilt, dass der Ruander seine Zeit großzügiger nutzt, als wir Deutschen. Man könnte auch sagen, „warum soll ich etwas schnell machen, was auch langsam geht“. Eine Eigenschaft, die uns im Alltag schnell wahnsinnig machen würde, die aber im Urlaub ganz sympathisch ist und uns sehr viel erheitert hat. Neben Kassierern an der Supermarktkasse, die in negativer anmutenden Geschwindigkeit die Waren über den Scanner ziehen, wurde das vor allem beim Essengehen auffällig.

Aus der Tatsache, dass es etwa 2,735 Bedienstete pro Gast gibt, sollte man auf gar keinen Fall auf die Schnelligkeit der Bedienung schließen. Es dauert aber nicht nur die Bestellung und das Getränke-Bringen, auch das Verteilen von Gläsern und Flaschen auf dem Tisch und das Öffnen derselben will mit der angemessenen Geruhsamkeit betrieben werden. Da kann es schon mal zwei Minuten dauern, den Plastikverschluss von der Schnapsflasche zu pulen (und dabei immer wieder hinten wie bei einem Marmeladenglas auf die Flasche zu hauen…?). Der Schnaps wird ja nicht schlecht. (Wie bei dem römischen Legionär in Asterix auf Korsika, der immer nur eine halbe Platte fegte und dann eine Pause einlegte… so ungefähr kann man auch Bierflaschen öffnen…) (weiterlesen …)

Sind Bananen die besseren Kartoffeln? (7)

Samstag, 09. Januar 2010 von rapha

Was ist das schönste mit Freunden? Richtig: kochen und essen. Nachdem Birgit und Klaus hier bisher nur Kochbananen vom Buffet gegessen hatten und das Verlangen verspürten einmal selber welche zu kochen, packten wir gestern die Gelegenheit beim Schopf.

Natürlich musste es ein neues Rezept sein, was gut, und vor allem mit den Zutaten von hier, zu kochen ist. Die Wahl viel nach einigem Überlegen auf schwäbischen Bananensalat. Natürlich auch dieses Mal nicht ohne die Kontrollgruppe: den schwäbischen Kartoffelsalat. (weiterlesen …)

Ich bin noch da

Freitag, 08. Januar 2010 von rapha

Zurzeit ist es ein wenig leise hier. Zumindest das was ihr von mir hört. Das hat aber nichts damit zu tun, dass hier nichts passiert, sondern vor allem damit, dass hier so viel passiert.

Am 13. Dezember bin ich aus dem Urlaub zurückgekommen und habe seit dem Besuch aus Deutschland. Von 15. Dezember bis 02. Januar waren Daniel und Julia bei mir zu Besuch. Wir haben den Computerraum repariert und mit anderen Freunden hier zusammen Weihnachten gefeiert.

Ab dem 29. Dezember kamen dann noch Birgit und Klaus dazu. Zusammen haben wir am Kivu-See Silvester gefeiert. Nachdem Daniel und Julia wieder im Flieger saßen habe ich mit den anderen begonnen Ruanda zu erkunden. Nach ein paar Tagen in Kigali und einem kleinen Abstecher der beiden in den Akagera Nationalpark sind wir nun in Butare abgekommen. Morgen gehen wir in den Nyungwe Nationalpark um dann noch Cyangugu, ganz im Süd-Westen und damit am Südufer des Kivu-Sees, anzuschauen.

Am 15. Januar morgens um 3 Uhr fliegen die beiden wieder nach Hause. Dann gibt es auch wieder ausführliche Berichte. Bis dahin müsst ihr euch mit kleinen Wasserstandsmeldungen und den Gastblog-Berichten der vier vergnügen, die ja an anderen Stellen schon nachdrücklich gefordert werden.

Auf dem Gipfel Ruandas

Sonntag, 03. Januar 2010 von rapha

img_9514Jeden Morgen wenn ich meinen Kaffee im Innenhof genieße sehe ich die großen Virunga Vulkane in den Himmel ragen. Schon von Anfang an war mir dabei klar: Ich muss da hoch. Schöner ist so eine Gipfelbesteigung natürlich zusammen mit Freunden, darum war die Gelegenheit günstig, als Daniel und Julia zu Besuch waren und das dazu benötigte Zelt mitbrachten. Wir dachten uns: Wenn schon einen Vulkan besteigen, dann auch den Höchsten. Mount Karisimbi 4507 Meter Meereshöhe, 2500 Meter Aufstieg an zwei Tagen. So eine Aktion sollte gut vorbereitet und geplant sein. (weiterlesen …)

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