Visum

Dienstag, 27. Oktober 2009 von rapha

img_2361Die Geschichte meines Visums ist ja schon eine ganz schön lange. Sie beginnt an einem sonnigen 2. Juni um 12 Uhr am Flughafen in Kigali, meinem ersten Tag hier. Bei der Einreise bekomme ich einen Stempel in den Pass. Mir wird gesagt, dass ich nun ein 90 Tage Touristenvisum habe und in dieser Zeit mein Arbeitsvisum beantragen soll. Also keine Eile. Auf dem Einführungsseminar der DED Freiwilligen Ende Juli heißt es nun aber, dass man nur drei Tage Zeit hat das Visum zu beantragen. Bei der Rücksprache mit meinem Mentor Fabien einigen wir uns darauf, dass er sich mal umhört, da meine drei Tage zu diesem Zeitpunkt schon um deren 50 überzogen sind.
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Regenzeit

Montag, 26. Oktober 2009 von rapha

img_2188Bei euch in Deutschland ist seit letztem Wochenende Winterzeit. So weit kommt es hier nicht, aber seit etwa zwei Monaten haben wir hier Regenzeit. Während es die ersten drei Monate meines Aufenthalts in Nkumba nur 4 Mal geregnet hatte, regnet es nun fast jeden Tag. Es begann Ende August damit, dass es öfter geregnet hat. Nun im Oktober regnet es auch mal gerne mehrmals am Tag. Morgens ist es meist noch klar, genau so wie nachts. Aber gegen 10 Uhr ziehen langsam Wolken auf und spätestens wenn ich zum Mittagessen machen meinen Kohlenherd anzünde fängt es richtig an zu regnen. Ich habe vor fünf Jahren hier schon gelernt, dass der große Unterschied zwischen europäischem und ruandischem Regen der ist, dass man hier den Regen sieht. Die Regengüsse sind meist nicht so lang, so dass nach einer Stunde das meiste schon wieder trocken ist. Die Pflanzen freuen sich dann über den strahlenden Sonnenschein des doch recht intensiven Lichts unseres Zentralsterns.
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Kurz gemeldet (4)

Sonntag, 18. Oktober 2009 von rapha

img_1469Wahlparty und Tag der deutschen Einheit
Vor mittlerweile drei Wochen war ich bei einer Wahlparty der Deutschen Welle eingeladen. Ich bin da zusammen mit Linus hingefahren. Insgesamt waren so 100 Leute da. Das Gelände der Deutschen Welle ist unglaublich groß und besteht aus einer Relais-Station mit welcher das Programm in ganz Afrika, aber auch in Teilen von Südamerika und Asien übertragen wird. Die Stimmung dort war die einer entspannten Gartenparty. Zu Beginn hat der deutsche Botschafter ein paar Worte gesprochen, bevor es bei selbstgemachten Salaten und Bratwürstchen zur ersten Projektion um 18 Uhr ging. Den Ausgang der Wahl selber fand ich sehr interessant. Ich hätte nach den letzten Umfragen nicht gedacht, dass es für Schwarz-Gelb reicht. Aber jetzt sollen die halt versuchen das die nächsten fünf Jahre gut hinzubekommen. Ein paar Bilder von der Party gibt’s hier.
img_1573Die Woche darauf war dann Tag der Deutschen Einheit. Dabei läd traditionell der Botschafter alle Deutschen im Land, sowie einige Ruander und wichtige andere Ausländer ein. Aus der Politik kam die ruandische Außenministerin, die auch eine Rede gehalten hatte. Nach dem offiziellen Teil gab es leckere Häppchen und auch ein wenig Tanz. Wir haben irgendwann die Party in eine Disko verlegt. Der einzige Wermutstropfen an diesem Abend war, dass ich mir dort mein Handy klauen lassen habe. Es gibt aber wohl die Möglichkeit, dass der lokale Telephonanbieter MTN das Handy irgendwie orten kann.

img_1671Besuch von Karin und Fidel
An dem Wochenende kamen auch Karin und Fidel bei mir zu besuch. Insgesamt sind sie dreieinhalb Wochen in Ruanda und Uganda unterwegs. Sie sind nach Entebbe geflogen um dann mit dem Bus nach Kigali zu kommen. Leider hat Fidel sein Gepäck nicht bekommen und musste ohne selbiges auskommen. Wir haben ihn also auf dem Kleidermarkt in Kigali mit neuen Sachen versorgt. Danach sind wir nach Nkumba gefahren. Dort haben wir die Gegend zu Fuß erkundet. Wir waren auch einen Tag an den Vulkanen wandern. Gestern sind die beiden dann wieder zurück nach Kigali gefahren um noch eine Woche in Uganda zu verbringen. Dort können sie dann auch endlich Fidels Gepäck abholen. Bilder von dem Besuch gibt’s hier.

img_1678Photoprojekt
Vor drei Wochen habe ich erfahren, dass die GTZ in Ruanda einen Photowettbewerb für Schule und einen für andere Teilnehmer ausgeschrieben hat. Zu gewinnen gibt es relativ hohe Geldpreise und auch Digitalkameras für die Schulen. Ich hoffe, dass wir da ein bisschen was gewinnen, um Geld für das Bibliotheksprojekt zu haben. Das Thema des Wettbewerbs ist Leben und Arbeiten in Ruanda. Die fünf Schüler die von unserer Schule mitmachen haben als für eine Woche eine Digitalkamera gestellt bekommen und damit Bilder gemacht. Fidel hat mir sehr bei der Begleitung der Schüler geholfen. Wir ihr in meinem letzten Bericht schon sehen konntet, macht Fidel super Bilder und hat ein Blick für Motive. Einige meiner Photos sehr ihr in der Galerie. Die Bilder sind mittlerweile abgegeben und ich hoffe darauf, dass wir da was gewinnen. Für die Schüler war es allemal eine gute Möglichkeit zu lernen wie man photographiert und Spaß hatten sie dabei auch.

Jetzt bin ich gerade in Gisenyi am Kivu-See. Wir haben hier das erste Zwischenseminar vom DED mit den Freiwilligen mit denen ich auch schon vor drei Monaten das Einführungsseminar gemacht habe. Leider ist das Wetter ein wenig zu kalt um Schwimmen zu gehen, aber den Cappuchino im Serena Hotel habe ich schon hinter mir.

Tag 125

Montag, 05. Oktober 2009 von rapha

9d3t0623kb__dailyprophetde1Die neue Regierung in Deutschland wird 100 Tage Schonfrist haben bevor alle sie beginnen werden zu bewerten. Sie werden schauen ob die Reformen in die richtige Richtung gehen. Da Ruanda nachgesagt wird, dass hier alles ein bisschen länger dauert, was natürlich nicht in allen Belangen zutrifft, werde ich meine erste kritische Auswertung nun nach 125 Tagen machen. Dieser Umstand ist vor allem aber auch meinen kleinen Zeitbudget in den letzten Wochen geschuldet.

Meine Fragen für diese Auswertung werden folgende sein: Land und Leute: Wie komme ich zurecht, wie schätze ich es hier ein. Arbeit: Was tue ich und wie gefällt mir das? Leben: Wie ist mein Leben zurzeit, von was wird es geprägt? Ich: Wie sind meine Gefühle und Gedanken? Zukunft: Wie komme ich voran zu schauen was ich nach Ruanda machen will? (weiterlesen …)

 

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