Sind Bananen die besseren Kartoffel (3)

img_0635Nachdem ich jetzt schon eine Weile keinen neuen Kochexperimente gemacht habe ist es heute wieder Zeit für eins. Dieses Mal werde ich versuchen die Inyamunyu wie Bratkartoffeln zuzubereiten. Also Bratbananen mit Speck. Nachdem ich gerade in Kigali in einem sehr schönen Haus mit Garten und vor allem mit den beiden Testessern Marc und Moritz aufhalte eröffnet das ganz neue Möglichkeiten. Eine davon ist sicherlich die Nutzung eines Gasherdes und die andere die Einkaufsmöglichkeiten in Kigali.

Zweiteres ist unterschiedlich zu bewerten. Zum Einen habe ich in einem deutschen Supermarkt, den es hier gibt, ein stück Fleisch gekauft welches aussah, als sei es Speck. Zum anderen musste ich für 800 Francs mit dem Motorradtaxi durch die Gegend fahren um dann Inyamunyu zu kaufen, welche übrigens 300 Francs kosteten. Nun aber zum Kochen.

img_0639Zu Beginn habe ich Zwiebeln in ein bisschen Olivenöl angebraten und später den „Speck“ dazu gegeben. Speck steht in Anführungszeichen, da es eher Rindfleisch mit Knochen und Knorpeln war. Dieses war leider nicht gesalzen und damit hat es auch keinen schönen Speckgeschmack abgegeben, was aber auch nicht gestört hat. Als die Zwiebeln glasig waren habe ich die Inyamunyu, natürlich geschält, in Scheiben geschnitten. Schon da habe ich gemerkt, dass die Pfanne suboptimal ist und die ganze Geschichte ein wenig angebacken ist. Nach 5 Minuten auf kleiner Flamme habe ich einen Deckel drauf gemacht, dass die Inyamunyu ein bisschen garen und weicher werden. Gewürzt habe ich mit Pfeffer und Salz. Schon war das Hauptgericht fertig.
img_0640Ich empfehle dazu einen frischen Salat. Den bekommt man nur hier in Kigali, bei mir auf dem Land gibt’s nur Kohlsalat. Ich habe noch ein paar Tomaten und Zwiebeln dazu gemacht und in dann mit einer leckeren Olivenöl-Balsamico Vinaigrette angemacht. Außerdem empfehle ich zum Essen wie immer ein kaltes Mützig. Mehr Bilder findet ihr in der Galerie.

img_0642Nun war Zeit es den beiden Testessern vorzusetzen. Zum Glück sind beide sehr genügsam und hatten vor allem Hunger. Marc: „Ich bin ein alles Esser“. Ich habe mich im Vorfeld gleich für die ein wenig angebackenen Bananen entschuldigt und so die Erwartungen gedämpft. Nach relativ viel Nachwürzen meinte Moritz: „Ja, kann man schon essen.“ Den Eindruck habe ich auch. Es war nicht wirklich berauschend, aber zusammen mit dem Salat war es schon ganz gut. Zu erwähnen bleibt natürlich die schlechte Pfanne und auch der nicht „Speck“. Für die Zusammenfassung würde ich gerne noch mal Marc zitieren: „Wenn man die Bananen durch Kartoffeln ersetzen würde wäre es sicher besser“ Eindeutig! Kartoffeln – Inyamunyu 2:2.

Dieser Beitrag wurde am Dienstag, 21. Juli 2009 um 11:56 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie dingenskirchen, dort abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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