DED Einsteigerseminar

Mittwoch, 29. Juli 2009 von rapha

img_0646Die letzte Woche habe ich mit neun Freiwilligen vom DED eine Einstiegswoche in Kigali verbracht. Eigentlich waren wir nicht nur dort, sondern waren auch viel unterwegs. Zwischendrin hab ich noch ein paar Extrawürste gebraten (naja hier muss man sagen Extrabrouchette) und war beim internationalen Sittigballturnier und bei der Abschiedsparty von Marc und Moritz in Kigali.

Wie ich am Dienstag schon geschrieben habe war ich mir nicht so ganz sicher was ich bei dem Seminar erwartet. Ich hatte einen Seminarplan und eine Adressliste der anderen Teilnehmer. Dazu noch einen Treffpunkt, dass war alles. (weiterlesen …)

Tag 50

Dienstag, 21. Juli 2009 von rapha

img_0574Mittlerweile bin ich seit 50 Tagen aus Deutschland weg und arbeite hier in Ruanda. Ich bin in mein Haus eingezogen, habe die ersten paar Wochen unterrichtet, habe viele Leute kennen gelernt, bin viel Bus gefahren, habe meine erste Leerlaufphase hinter mir, habe Routine im Kochen und Wäsche waschen. Außerdem habe ich durch das erste Paket und die ersten Postkarten schriftlichen Kontakt zur Heimat. Das ist mal wieder ein guter Punkt zu schauen wie es mir so geht und wie sich die Dinge so entwickeln.

Seit 2 Wochen hab ich nun frei. Ende letzter Woche war noch die Zeugnisübergabe, zumindest geplant. Das Problem war, dass die Schüler nicht wollten, dass vor der ganzen Schule verkündet wird wer wie gut abgeschnitten hat in diesem Trimester. Ich habe mit den anderen Lehrern gewartet, aber die Schüler kamen nicht. Normalerweise finden die Zeugnisübergaben in den Klassen statt, die Priester haben das aber am Tag zuvor geändert. Also 2 Stunden warten, die Priester wollten nicht nachgeben, die Schüler nicht zur Zeremonie kommen. Mich hat das überrascht, da die Ruander normalerweise sehr genau auf die Autoritäten hören. Ich hab ihre Position jedoch auch verstanden. img_0553Das Ende vom Lied war, dass die Schüler keine Zeugnisse bekommen haben und diese erst überreicht werden, wenn die Eltern der Schüler (!) erklären, warum die Schüler nicht an dieser Zeremonie teilnehmen wollten. Die Priester haben mir auch gesagt, dass diese Verweigerung der Schüler dafür sorgen wird, dass manche der Schüler, wie sie meinten die Aufrührer, die Schule verlassen müssen. „Wir sind doch keine öffentliche Schule sondern eine Privatschule. Hier haben die Kinder zu gehorchen“, war die Aussage dazu. Ich bin gespannt wie das weiter geht. Ich nehme aber an, dass sich die Priester sich durchsetzen werden, ein paar Schüler von der Schule geworfen werden und sich die Anderen ganz unterwürfig entschuldigen werden. (weiterlesen …)

Sind Bananen die besseren Kartoffel (3)

Dienstag, 21. Juli 2009 von rapha

img_0635Nachdem ich jetzt schon eine Weile keinen neuen Kochexperimente gemacht habe ist es heute wieder Zeit für eins. Dieses Mal werde ich versuchen die Inyamunyu wie Bratkartoffeln zuzubereiten. Also Bratbananen mit Speck. Nachdem ich gerade in Kigali in einem sehr schönen Haus mit Garten und vor allem mit den beiden Testessern Marc und Moritz aufhalte eröffnet das ganz neue Möglichkeiten. Eine davon ist sicherlich die Nutzung eines Gasherdes und die andere die Einkaufsmöglichkeiten in Kigali.

Zweiteres ist unterschiedlich zu bewerten. Zum Einen habe ich in einem deutschen Supermarkt, den es hier gibt, ein stück Fleisch gekauft welches aussah, als sei es Speck. Zum anderen musste ich für 800 Francs mit dem Motorradtaxi durch die Gegend fahren um dann Inyamunyu zu kaufen, welche übrigens 300 Francs kosteten. Nun aber zum Kochen. (weiterlesen …)

Mein Körper und ich

Donnerstag, 16. Juli 2009 von rapha

img_0603Natürlich muss die philosophische Frage, ob es denn eine Trennung zwischen Körper und dem Ich geben kann, positiv beantwortet werden um eine Überschrift wie diese zu schreiben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich meinen Körper sowohl mental pushen, als auch mental verlangsamen kann.
Was mich jedoch dazu bewegt einen Blog zu meinem Körper zu schreiben, ist, dass wir beiden eine sehr lange Zeit miteinander verbracht haben und wir so eigentlich gute Freunde sein müssten. Müssten daher, da ich ja nicht immer gut zu meinem Körper bin.
In letzter Zeit ist es hier allerdings so, dass mein Körper auch nicht immer gut zu mir ist. Ich hatte von meinem Vorbereitungsseminar eine Sehnenscheidenentzündung mitgebracht und laboriere ja auch schon sicher ein halbes Jahr mit einer Schleimbeutelentzündung in meinem rechten Knie. Was hier dann noch dazu kam war, dass mein rechtes Außenband im Knöchel, auch ein alter Bekannter von mir, wieder zu schmerzen begann. Dazu kommen seit etwa einer Woche wieder Schmerzen im rechten Knie. Diesmal jedoch ein bisschen weiter oben als der Schleimbeutel, nämlich im Gelenk. (weiterlesen …)

Das Mädel im Schwarzwäldertal

Montag, 13. Juli 2009 von rapha

img_0462Eigentlich versuche ich ja hier immer aktuelle Ereignisse zu beschreiben.Dieses Mal muss ich aber 10 Tage in die Vergangenheit schauen um zu beschreiben was ich gemacht habe.Vor zwei Wochen habe ich eine Mail bekommen, ob es nicht Möglich wäre ein deutsches Volkslied hier zu singen und mit der Kamera aufzunehmen. Hintergrund ist die Hochzeit von Martin Burst, besser bekannt als Gottfried le Burst. Die Menschen um Nighti wollten ein Video zusammenschneiden in welchem Menschen auf der ganzen Welt sein wohl bekanntestes Stück „Die Mühle im Schwarzwäldertal“ singen. Weil ich alleine ein bisschen langweilig bin, dachte ich, ich besorg’ mir dafür ein bisschen Unterstützung. (weiterlesen …)

Warum ich plötzlich nachts um 11 Uhr auf einer Mauer in Gisenyi stand

Freitag, 10. Juli 2009 von rapha

img_0549Am Dienstag war ein blöder Tag. Ich bin früh aufgestanden und wusste nicht genau was ich mit mir anfangen sollte. Irgendwie war ich antriebslos und fühlte mich einfach zu schwerfällig irgendwas zu tun. Also hing ich rum, hab ein bisschen dies und ein bisschen das gemacht. Immerhin konnte ich mich dazu durchringen eMails zu schreiben und so meinem Ärger ein bisschen Luft zu machen. Aber alles in allem ging nichts zusammen und ich hab mich alleine gefühlt. Ich wusste, mein nächster Termin ist Freitag die Zeugnisübergabe. Was soll ich bis dahin tun? Als es dann Mittag war beschloss ich einfach auf gut Glück nach Gisenyi zu fahren. Dies liegt am Kivu See direkt an der Grenze zum Kongo. Ich hab ein paar Sachen zusammen gepackt und bin hoch zur Straße gelaufen. (weiterlesen …)

Kurz gemeldet (1)

Montag, 06. Juli 2009 von rapha

img_0471Klausuren fertig

Nach einer Woche sind nun auch die Abschlussklausuren für dieses Trimester rum. Ich hatte es ein bisschen einfacher, da ich mit den Senior 6 nur eine mündliche Prüfung gemacht habe. Schwieriger wird es bei den Senior 5. Die haben eine schriftliche Klausur geschrieben die ich gerade noch am korrigieren bin. Dazu hatte ich noch zwei Mal Prüfungsaufsicht. Also 3 Stunden lang blöde schauend durch die Reihen laufen. Aber auch das ging einigermaßen gut. Nachdem die alle Priester werden wollen haben die natürlich nicht voneinander abgeschrieben.

img_0475Elster verschönert Innenhof
Als ich am Donnerstag nach Haus kam war mein kompletter Müll in meinem Innenhof verteilt. Nach den Bißspuren und den Kotklecksen überall gehe ich davon aus, dass den Elstern die hier überall rumfliegen irgendwas aus meiner Mülltüte geschmeckt hat. Nachdem ich den Innenhof vom Müll befreit habe, habe ich ihn mal mit Wasser geflutet und, wie man es hier macht, mit ein bisschen Waschpulver und einem Straßenbesen mal ordentlich gereinigt. Jetzt sieht es echt mal gut aus. Das Problem ist nämlich, dass sich der Staub hier in der Trockenzeit überall absetzt. Das Müllproblem habe ich so gelößt, dass ich jetzt ein zwei Quadratmeter Müllzimmer habe. Ich hoffe da gehen die nicht rein.

img_0481Bananen stehen im Innenhof
Auch mein erstes Langzeitprojekt ist vorerst abgeschlossen. Nach 2 Wochen harter körperlicher Arbeit, bei der ich immer von ein paar Schaulustigen belächelt wurde stehen nun drei schöne Bananenbäume in meinem Innenhof. Dazu habe ich etwa 500kg Boden mit einem Eimer durch mein Haus geschleppt. Man hat mir gesagt, die müssen so beschnitten werden, damit sie wieder treiben und gut anwachsen. Geerntet werden kann an dem großen Baum allerdings erst in zwei Jahren. Mein Nach-Nachfolger wird dann diese hoffentlich gut schmeckenden Inyamunyu genießen können und hoffentlich dabei an mich denken. Das größte Problem war eine Kiste zu bekommen in welcher die Bananen Platz haben um zu wachsen. Jetzt steht da eine 1mx1mx0,7m Holzbox die ich mir für knapp 10 Euro habe zimmern lassen. Schön war auch das Ding mit vier Leuten die zwei Kilometer hier her zu tragen. Ich kam mir ein bisschen vor wie im Alten Testament mit der Bundeslade.

img_0504Paulustag gut überstanden
Wie ihr vielleicht auf Twitter gesehen habt, war gestern Paulustag. Diözesaner Weltjugendtag würde man das in Deutschland nennen. Etwa 4000 Schüler aus der ganzen Diözese haben erst einen drei Stunden Open Air Gottesdienst gefeiert um dann nochmal zwei Stunden mit einem Kulturprogramm beglückt zu werden. Bilder gibt es in der Galerie. Da gibts auch ein Video vom Gottesdienst und von einer Tanzeinlage. Für die Prieser, die anderen Lehrer und mich gab es dann viel zu trinken und auch was zu essen. Nachher habe ich mich mit meinem Mentor nochmal auf ein Bier getroffen. Er hat mich dann zum Glück auch nach Hause gefahren. Dabei haben wir das tolle Lied Ui Umugati gehört. Als ich ihm sagte, dass ich es in Deutschland schon gesungen habe, (die DL wird sich vielleicht daran erinnern) meinte er nur trocken: Ich hab es geschrieben. Abends hab ich dann mal wieder bei den Priestern gegessen. Hase. Sehr lecker.

Heute werden jetzt zuerst Klausuren korrigiert und dann schau ich mal was ich die nächsten zwei Wochen Urlaub mache. Ich hab mich inzwischen auch zu einem Seminar des DED für Freiwillige hier Ende Juli angemeldet.

Sind Bananen die besseren Kartoffeln (2)

Freitag, 03. Juli 2009 von rapha

img_04513Heute in der zweiten Folge versuche ich Inyamunyu wie Salzkartoffeln zuzubereiten. Dazu werden die Inyamunyu geschält. Das es dabei Probleme gibt und es nicht so einfach funktioniert wie man es sich vorstellt hatte ich ja schon in der ersten Folge geschrieben.
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