Allein

Heute habe ich mir Gedanken zum Thema allein sein gemacht. Allein hier in Deutschland und allein in Ruanda. Vieles von dem was ich hier in Deutschland mache ist von davon geprägt, dass ich es mit Anderen tue. Dies ist Teil des Mehrwerts. Ich teile Erlebnisse und Erfahrungen mit Anderen. Natürlich habe ich auch hier Situationen, die ich nur mit mir und für mich erlebe – ich lerne zur Zeit allein für mich in der Bibliothek oder spiele allein Gitarre. Ab und an gehe  ich auch alleine spazieren oder wandern. Das ist jedoch ein Zustand für den ich mich hier selber entscheide. Ich weiß hier aber immer, dass wenn ich hier Gesellschaft oder Gemeinschaft suche, dass ich sie auch finden kann. Ich kann immer jemanden anrufen, treffen oder zumindest anchatten. Ich muss hier nichts alleine tun.

serengeti_baeumeIn Ruanda wird das zu Beginn sicher anders sein. Meine Erinnerung an die letzten zwei Wochen die ich vor fünf Jahren alleine in Kigali verbracht habe, sind mir wieder ins Bewusstsein gerückt. Hier konnte ich niemanden anrufen oder treffen. Obwohl so viel Leben und Betriebsamkeit um mich war habe ich nicht dazu gehört. Diese Mal habe ich die Gewissheit eine Aufgabe zu haben, aber mir als doch recht ungeduldigen Mensch wird das trotzdem sicher nicht immer leicht fallen. Es ist dort sicher eine andere Art von (allein) sein. Es ist nur im Groben ein selbstgewählter Zustand.

Ich glaube, dass ich damit akut immer wieder Probleme haben werde, nehme mir aber vor, dies als Chance für mich zu nutzen und solche Situationen anzunehmen um zu lernen damit umzugehen.

Dieser Beitrag wurde am Sonntag, 19. April 2009 um 19:04 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie davor abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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