Bald gehts los…

Dienstag, 28. April 2009 von rapha

Hier wird es los gehen, sobald ich in Ruanda bin. Das wird der 2. Juni sein. Dann könnt ihr hier mehr lesen.

Weitere Vorbereitung

Montag, 27. April 2009 von rapha

Nachdem nun die letzte schriftliche Prüfung hinter mir liegt und nur noch eine mündliche folgt, kann ich mich jetzt mehr um die Vorbereitung kümmern. Außerdem habe ich unsere WG Party und die eben so lange Aufräumaktion überlebt.

telefon-21Letzte Woche hatte ich eine Telefonkonferenz mit meinen beiden deutschen Chefs Sebastian und Andy. Dabei sind wir meinen Vertrag durch gegangen. Die Essenz daraus war eigentlich: Das läuft alles, wer Schuld ist zahlt, alles andere müssen wir mal schauen. Also wie vorher, nur nochmal festgestellt.

Sonst kümmere ich mich gerade um so technische Dinge: Kreditkarte, Umzug, Vorbereitungskurs (Bin überraschenderweise der älteste Teilnehmer) und sowas.

twitter_logo_headerAuch hier auf der Seite nehmen die Sachen langsam Struktur an. Habe seit heute einen Twitter Feed über welchen ich dann hoffentlich kurze Sachen per SMS ins Web schicken kann und nicht auf Internetzugang warten muss. (Danke dafür an Michi) Ansonsten suche ich immernoch nach den besten RSS Feeds mit Nachrichten aus Ruanda, die ihr dann immer rechts in der Leiste sehen könnt.

Mittlerweile haben auch schon über 20 Leute Sachen in meinen Koffer gepackt. Super. Weitermachen.

rapha

Allein

Sonntag, 19. April 2009 von rapha

Heute habe ich mir Gedanken zum Thema allein sein gemacht. Allein hier in Deutschland und allein in Ruanda. Vieles von dem was ich hier in Deutschland mache ist von davon geprägt, dass ich es mit Anderen tue. Dies ist Teil des Mehrwerts. Ich teile Erlebnisse und Erfahrungen mit Anderen. Natürlich habe ich auch hier Situationen, die ich nur mit mir und für mich erlebe – ich lerne zur Zeit allein für mich in der Bibliothek oder spiele allein Gitarre. Ab und an gehe  ich auch alleine spazieren oder wandern. Das ist jedoch ein Zustand für den ich mich hier selber entscheide. Ich weiß hier aber immer, dass wenn ich hier Gesellschaft oder Gemeinschaft suche, dass ich sie auch finden kann. Ich kann immer jemanden anrufen, treffen oder zumindest anchatten. Ich muss hier nichts alleine tun.

serengeti_baeumeIn Ruanda wird das zu Beginn sicher anders sein. Meine Erinnerung an die letzten zwei Wochen die ich vor fünf Jahren alleine in Kigali verbracht habe, sind mir wieder ins Bewusstsein gerückt. Hier konnte ich niemanden anrufen oder treffen. Obwohl so viel Leben und Betriebsamkeit um mich war habe ich nicht dazu gehört. Diese Mal habe ich die Gewissheit eine Aufgabe zu haben, aber mir als doch recht ungeduldigen Mensch wird das trotzdem sicher nicht immer leicht fallen. Es ist dort sicher eine andere Art von (allein) sein. Es ist nur im Groben ein selbstgewählter Zustand.

Ich glaube, dass ich damit akut immer wieder Probleme haben werde, nehme mir aber vor, dies als Chance für mich zu nutzen und solche Situationen anzunehmen um zu lernen damit umzugehen.

15 Jahre danach

Dienstag, 07. April 2009 von rapha

In diesen Tagen jährt sich in Ruanda zum 15. Mal der Völkermord an Batutsi und oppositionellen Bahutu. Zumindest ist dies das Datum welches weithin bekannt ist. Klar ist aber auch, dass es seit den 1960er Jahren und auch noch weit nach 1994 Massaker und Übergriffe von beiden Seiten gab. (Link zum arte Dossier)

Obwohl ich in den letzten Jahren viel zum Thema Völkermord gelesen und geschrieben habe, hat er mich diese Tage mal wieder erwischt. Ich habe Artikel auf spiegel.de und arte gelesen und gesehen. Die Tatsache die mir dabei bewusst geworden ist, ist die, dass in Ruanda nach wie vor mehrere 100.000 Mörder und mehrere Millionen Angehörige von Opfern leben. (Link zum Spiegel Artikel)

Die einzige Möglichkeit so etwas juristisch zu bearbeiten sind die Gacaca Gerichte und deren eher an Schiedsgerichte erinnernden Urteile. Es ist ja auch nicht möglich 10 % der Bevölkerung dauerhaft einzusperren. Auch schon vor 5 Jahren war die Spaltung in Täter und Opfer im “alltäglichen” Leben nicht zu bemerken. Damals fand ich bemerkenswert, wie vermeindlich einfach die Ruander damit umgehen. Im Nachhinein betrachtet ist das aber eben die einzige Chance weiter dort zu leben. Ich empfand damals schon die Aufarbeitung der Geschichte als schwierig. Alle Ruander wurden in hochglanz Gedenkstätten als Opfer der bösen “anderen” dargestellt. Die Verbrechen und der tausendfache Mord durch Angehörige der RPF und andere Racheaktionen kamen darin nicht vor. Noch immer regiert die RPF in Ruanda.

Inzwischen ist fast die Hälfte der ruandischen Bevölkerung nach dem Völkermord geboren, doch die Aufarbeitung solcher Grausamkeiten braucht viel Zeit wenn sie denn mal angegangen werden.  Wenn ihr euch überlegt wie viele Jahre und Generationen es in Deutschland gedauert hat bis über das Dritte Reich einigermaßen offen gesprochen werden konnte. Ich bin gespannt wie und ob die jüngere Geschichte in Ruanda präsent ist. Das ist definitiv auch eines meiner Beobachtungsfelder.

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